
"Kulturdialoge
- Kirche in Altona" heißt eine Projektstelle des Kirchenkreises Hamburg
West - Südholstein.
Die
Kulturdialoge suchen das Gespräch zwischen weltlicher Gegenwartskultur und
Theologie, Religion und Kirche.
Sie
laden ein zu kulturellen Ereignissen, die brennende Themen der Zeit aufgreifen
und Künstlern mit einem besonderen Anliegen und besonderer Intensität Raum geben.
Ausgewählte
Ausstellungen bildender Kunst, Konzerte, Gesprächsforen, Performances, Filmvorführungen
ermöglichen tiefe, bewegende, verwandelnde Erfahrungen auf der Grenze zwischen
Kultur und Religion, Kunst und Spiritualität.
In
der Tradition der Altonaer Toleranzkultur und des Altonaer Erklärung, eines
entschiedenen Bekenntnisses zur Demokratie, setzen die Kulturdialoge zugleich
Zeichen gegen alle Formen des politischen Extremismus’ und der
gesellschaftlichen Spaltung und Ausgrenzung.
Frieden ist der gewählte theologische Zielbegriff der Kulturdialoge, ein zentrales Wort aller abrahamitischer Religionen. Frieden, biblisch verstanden, ist untrennbar verbunden mit Gerechtigkeit und ist deshalb immer auch ein sozialer Begriff.
Die
Grundbedeutung des hebräischen Wortes SHALOM (arabisch SALAM) ist: Ganzwerden,
Heilen.
Es
geht um das Heilen des Risses, der durch die Welt und das menschliche Herz geht
- und der sich in Zeiten der Krise vertieft.
Die Kulturdialoge wollen weit sein – gegen die Enge – sie wollen Raum geben, für das, was bedrängt wird.
Und sie wollen ein Aufatmen ermöglichen durch kulturelle Ereignisse der besonderen Art.
Seien Sie herzlich eingeladen und lassen Sie sich überraschen!
Ihr Bernd Nielsen, Pastor
7. Mai 2010Aktuelle kulturdialogische Veranstaltungen :
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KirchenKonzert
Jan Drees (Gitarre, Electronics)
Gido Ott (Gitarre, Electronics)
Ein Konzert im Rahmen der Reihe „Transformative Musik“
der Kulturdialoge - Kirche in Altona"
Jan
Drees, Gitarrist aus Hamburg, der Zuhörerschaft der Kulturdialoge-Konzerte
schon bestens bekannt durch sein wunderbares Zusammenspiel mit Christian von
Richthofen im Rahmen der Reihe „KircheKirche!“, trifft an diesem Abend
zusammen mit dem Berliner Gitarristen Gido Ott.
Die sphärische Musik der beiden Musiker bewegt sich stilistisch zwischen Ambient, Minimal, Experimentell und Folk, unter Einsatz von Loop Delays und anderer Live-Elektronik.
„KirchenKonzert“
heißt dieser Abend, weil der Kirchraum selbst zum Instrument wird, indem
seine Resonanzen und Klangmöglichkeiten im sensiblen und kreativen
Wechselspiel durch die Musiker gehört und angesprochen werden.
Ein
Konzert in einem auf diese Weise gespielten (nicht bespielten)
Kirchraum ist unvergleichbar mit musikalischen Ereignissen an anderen
Konzertstätten, weil die Architektur gewordene Spiritualität und Musikalität
eines gottesdienstlichen Raumes, wenn sie erspürt werden, die Musiker zu ganz
besonderen Antworten veranlaßt.
Vielleicht ist das bemerkenswerteste Geschehen, das sich in einem solchen Setting ergeben kann, daß sich Musik als direkter Ausdruck der menschlichen Seele in einem besonderen Raum, einem jahrhundertealten Raum der Geborgenheit und Selbstfindung, ereignet.
Donnerstag, 27. Mai 2010 | Beginn 20.00 Uhr
Hauptkirche St. Trinitatis Altona
Kirchenstraße 40 (S-Bahn Königstraße)
Eintritt
: 10 €, ermäßigt 5 €Info:
20. Mai 2010
Jens Fischer
Metavista
Jens Fischer (Gitarre, Electronics)
Ein Konzert im Rahmen der Reihe „Transformative Musik“
der Kulturdialoge - Kirche in Altona"

Jens Fischer
Jens
Fischer war nach seinem klassischen Musikstudium Ende der siebziger Jahre
Mitbegründer der deutsch-indischen Formation Tri Atma, eines der ersten
World-Music Projekte in Europa. Später stand er auf der Bühne mit Bands und
Künstlern wie Inga Rumpf, Georgie Red und Falco. Er begleitete den
Komponisten und Dirigenten Eberhard Schoener bei dessen Satellitenkonzerten
und Multimedia-Events nach Tokio, Bali und Sydney, wo er mit australischen
Aborigines und einem balinesischen Gamelan-Orchester zusammenspielte.
Seit Ende der achtziger Jahre produzierte er u.a. für das Label Erdenklang
zahlreiche CDs mit eigener Instrumentalmusik.
In seinem aktuellen Solo-Programm „Metavista“
kombiniert er die Akustik-Gitarre mit unterschiedlichen elektronischen Geräten
zu einem sphärischen Klangbild. Dabei verwendet er Loopsampler, Delaygeräte
und verschiedene Modulatoren, die genau aufeinander abgestimmt sind. Er
erweitert die Spieltechniken der Gitarre und erzeugt pulsierende Ton-Kollagen,
die die Hörgewohnheiten von Gitarrenmusik bei Weitem übertreffen. Im
Mediendom der Fachhochschule Kiel wurde Metavista 2007 in einer
dreidimensionalen Fulldome-Show visualisiert.
Das
"Metavista"-Konzept fügt sich auf überzeugende Weise in das
Konzept der "Transformativen Musik" der Altonaer Kulturdialoge,
indem der Kirchraum selbst zum "erweckten Raum" wird, der in der
Begegnung mit dem Musiker seine musikalischen und spirituellen Resonanzen
offenbart.
Seit 1990 komponierte Jens Fischer die Musik für viele Film- und
Fernseh-Produktionen. Zu seinem Repertoire gehören u.a Spielfilme
(ZDF-Beziehungskomödie „Eine Liebe in den Highlands“ März 2010),
Dokumentarfilme („Mitgefühl Weisheit und Humor“, ein Film über einen der
bekanntesten Persönlichkeiten des tibetischen Buddhismus Sogyal Rinpoche),
oder Trickfilme für Kinder („Tomte Tummetott und der Fuchs“ von Astrid
Lindgren)
In einer Begegnung von Musik und Bildender Kunst entstanden seit 2007
unterschiedliche Klanginstallationen in Zusammenarbeit mit dem Künstler
Mathias Wolf. („zeitlos“, im Turm der Bonifatiuskirche in Röthenbach, „d-connection.net“,
„Kerngeplauder“ auf dem Campus der Fachhochschule Kiel)
Donnerstag, 20. Mai 2010 | Beginn 20.00 Uhr
Hauptkirche St. Trinitatis Altona
Kirchenstraße 40 (S-Bahn Königstraße)
Eintritt
: 10 €, ermäßigt 5 €Info:
06. Mai 2010
mit Jean-Paul Bourelly (guitar, vocals)
und Hamburger Musikern
Am 20. Juni 2009 konnte
die altonale auf der Bühne der Kulturen, vermittelt durch die
Kulturdialoge – Kirche in Altona, einen besonderen Künstler begrüßen: Mit
„Black Atlantic Grooves" war der Auftritt des Ausnahmegitarristen
Jean-Paul Bourelly und seines Powertrios am Samstag, 20. Juni, auf der
"Bühne der Kulturen" der altonale überschrieben.
Was dabei zur Aufführung gelangte, war eine von großer Energie, Virtuosität
und Kreativität geprägte Musik, die das Beste der Grooves afro-amerikanischer
Musik, diesseits und jenseits des Atlantiks, vereint.


Bourelly, Jahrgang 1960, stammt aus Chicago, spielte in den 80er und 90er Jahren mit Schwerpunkt in New York mit allem, was in der Jazzszene Rang und Namen hat, u.a. mit Elvin Jones, Pharoah Sanders, Steve Coleman, Archie Shepp, Cassandra Wilson und Miles Davis.

Seit
1992 hat Bourelly einen zweiten Lebensmittelpunkt in Berlin. Und es reizt
ihn seit langem, eine kreative Begegnung mit Musikern der Hamburger Jazz-,
Blues-, Soul- und Rockszene zu haben. Dieses Ereignis wird nun am 06. Mai
stattfinden, an einem besonderen Ort und aus besonderem Anlaß.
Der Anlaß ist mit dem verheerenden Erdbeben auf Haiti zu Beginn des Jahres ein schmerzvoller und trauriger. Jean-Paul Bourellys Vorfahren stammen selbst zum Teil von Haiti, und seine Schwester Elsie Craig lebt auf der Insel und leitet dort im Rahmen der Children Of Haiti Enhancement Foundation, Inc. (COHEF) ein Schulprojekt für sozial benachteiligte Kinder. Unter anderem organisiert die COHEF einmal im Jahr ein 2-wöchiges Feriencamp für 1200 Kinder. Dieses Projekt ist naturgemäß durch das Erdbeben in größere Schwierigkeiten geraten und benötigt dringend Unterstützung. Durch die Anwesendheit und Arbeit Elsie Craigs vor Ort ist gewährleistet, daß jeder gespendete Cent tatsächlich seinen Zweck: die Förderung und das Wohlergehen der Kinder erreicht.



Der
Sessionabend in der Hauptkirche St. Trinitatis Altona ist ein Projekt der
Solidarität „from people to people“, und die bisher angesprochenen
Musiker sind sich darin einig, daß sie selbstverständlich auf ihre Gage
verzichten. Besonders hat sich bei der Vorbereitung dieses Abends Gabriel
Coburger engagiert.
Der
Abend ist konzipiert als Session mit einem Start-Setup: Jean-Paul Bourelly (guit,
voc), Sven Kerschek (bass), Michael Pahlich (dr, perc) – und wird sich, so
ist unsere Hoffnung, mit der Zeit zu einem Meeting und einem Fest kreativer
Musik entwickeln mit offenem Ende, so daß aus dem Abend eine Nacht werden
kann.
Was dieses Meeting aus musikalischer Sicht auch zu einem besonderen Ereignis machen kann, ist die spezifische Auffassung Bourellys über, wie er es nennt, „spontane Komposition“: „Ich möchte zeigen, wie diese Art von Energie funktioniert und wo der spontane Sound schließlich zum Song wird. Und dann der Song schließlich zu einem Vibe, der sich völlig vom Song abkoppelt, Vibe ist die Kreativität in völliger Gleichzeitigkeit mit dem Moment.“
Dazu kommt eine besondere Art von haitianischem Groove mit karibischen wie afrikanischen Wurzeln, die Bourelly mitbringt und seit Jahren zusammen mit einer seiner Bands „Ayibobo“ (sinngemäß übersetzt: Halleluja) hörbar und spürbar werden läßt.
Alle Musiker und Musikerinnen sind herzlich eingeladen, zu diesem Abend und dieser Nacht der Kreativität und Solidarität, der Lebensfreude und der weltumspannenden Musik beizutragen, ihre Musik, ihre Stimme, den Sound und Groove ihres Instruments einzubringen in den Vibe des "Jazz Jam for the Children of Haiti" !!!
Donnerstag, 06. Mai 2010 | Beginn 20.00 Uhr
Hauptkirche St. Trinitatis Altona
Kirchenstraße 40 (S-Bahn Königstraße)
Eintritt zugunsten
der COHEF: minimal 5 €, gerne 10 €Spenden sind in jeder Höhe sehr willkommen !
Info: www.cohef.org
22. April 2010
Christian von Richthofen (Perkussion, Gesang) / Jan Drees (Gitarre)
Seit
2008 wurden in der Hauptkirche St. Trinitatis Altona im Rahmen der Kulturdialoge immer wieder Konzerte veranstaltet, die bewußt ein
Experiment darstellen sollten. Der Versuch, die Kirche für neue Klänge zu
öffnen, ist allerdings fast schon wieder fast so alt wie die Kirche selber.
Trotzdem war es spannend und durchaus neu, wie da ein Musiker, manchmal auf
den Knien rutschend, sich durch den gesamten Kirchenraum spielte, unter
Einbeziehen von 'Instrumenten' wie einer rollenden Bowlingkugel, dem hölzernen
Gestühl, diversen Gegenständen, denen man zum Teil nicht ansah, das ihnen
Töne zu entlocken sind, und dabei auch die Mauern und die Steinplatten des
Fußbodens nicht ausließ.
Christian von Richthofen, sonst wohl eher als robuster Perkussionist und Erfinder der Heavy-Metal-Crash-Show "Auto Auto" (ursprünglich mit Stefan Gwildis) mittlerweile auch einem internationalen Publikum bekannt, vermochte es jedoch bisher, auf seiner völlig improvisierten Klangreise gemeinsam mit dem Organisten Mark Baumann äußerst vorsichtig, einfühlsam und immer hochmusikalisch vorzugehen. Jetzt kommt der singende Sachensucher wieder und wird die begonnene Reise fortsetzen mit einem neuen Verbündeten, der sich selbst als Filmmusiker bezeichnet. Jan Drees spielt Gitarre und legt mit diesem Instrument via Effektgerät Klangteppiche aus, die sphärisch sind, dann wieder rhythmisch und ständig im Wandel. Sein Credo: mit der Gitarre Bilder malen und filmische Momente entstehen lassen.
Die sich zum Konzert-Ende ergebenden Nachgespräche, etwa über Themen der Zeit und das Kreative erfundener und gefundener Musik, sind ein weiteres besonderes Merkmal dieser auf- und anregenden Abende.

Weitere Infos unter
www.christianvonrichthofen.com
Ort: Hauptkirche St. Trinitatis Altona
Kirchenstraße 40, S-Bahn Königstraße
Beginn: 20.00 Uhr (Einlaß 19.00 Uhr)
Eintritt:
12,00 € / ermäßigt 5,00 €
08. April 2010
Claus Bantzer &
Gabriel Coburger
Klangoasen
Claus Banzer (Orgel, Piano, Gesang) / Gabriel Coburger (Saxophone)
„Musik
geschieht zur höheren Ehre Gottes und zur Rekreation des menschlichen Gemüts.“
(Johann Sebastian Bach)
„Klangoasen in krisenhaften Zeiten“ - so heißt eine neue Konzertreihe der Altonaer Kulturdialoge, die sich in diesem Jahr schwerpunktmäßig dem Thema „Krise“ zuwenden.
Die Kulturdialoge wollen genau anschauen, was die Krise unserer Welt ausmacht – und sie wollen Positives dagegensetzen, Klärendes und Stärkendes.

(Konzert in St. Petri Altona am 30.09.2009)
Vorläufer dieser Konzertreihe war das Konzert der beiden meisterhaften Musiker in der St. Petri Kirche Altona am 30. September im Rahmen der Hamburger Jazztage. Das Bemerkenswerte dieses Konzertes war die außerordentliche Qualität der musikalischen Begegnung beider Künstler miteinander in Auseinandersetzung mit dem Kirchraum.
Es geschah Improvisation als Komposition Live.
Diese Form des dialogischen Konzertierens findet nun ihre Fortsetzung als musikalisch-theologischer Weg durch 4 Hamburger Kirchen. Jeder Kirchraum wird dabei seine besonderen Klangmöglichkeiten offenbaren und die Musiker zu jeweils neuen Antworten anregen. Und in der Begegnung eines Jazzmusikers und eines Kirchenmusikers liegt ein besonderer Reiz.
Als Schirmherr
für die Reihe konnte Prof. Dr. Dr. Hermann Rauhe gewonnen werden, Ehrenpräsident
der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Er teilt schon seit langem die
Überzeugung, daß Musik, so sie denn Tiefe und Substanz besitzt, eine
heilende und heilvolle Wirkung auf die Menschen ausübt, die dieser Musik
begegnen dürfen. Er wird ein Schlußwort sprechen.

„Der
virtuose Organist und Pianist ist im Jazz und in der experimentellen Musik zu
Hause. Claus Bantzer aber gibt es nur einmal.“
Chrismon
"Schon lange ist Mitternacht vorbei, das Gerede verstummt. Man hört der
Musik beim Wachsen zu, spürt die Wellen der Energie, die Wärme der Reibung,
die Zärtlichkeit der Töne. So schön, so sinnlich kann zeitgenössischer
Jazz sein.” DIE
WELT über COBURGER
Ort:
Blankeneser Marktkirche Mühlenberger
Weg 64 Beginn:
20.00 Uhr (Einlaß 19.00 Uhr)
Eintritt:
12,00 € / ermäßigt 5,00 €
Weitere Infos unter www.clausbantzer.de
+ www.gabrielcoburger.de .
Rückblick: Hier finden Sie die Kulturdialogischen Veranstaltungen