Unsere Orgel

 

 Kleuker-Orgel  (1972) 45 Register III/P 

Die nachstehende Disposition wurde in guter Zusammenarbeit zwischen dem landeskirchlichen Orgelbausachverständigen, Herrn KMD Dressel/Preetz, dem Organisten, Herrn Werner Kauffmann und dem Orgelbauer entworfen. Die Orgel besitzt 3417 Pfeifen, die überwiegend aus Zinn-Legierungen und zum geringen Teil auch aus Edelhölzern angefertigt sind.

Die Gestaltung des Instrumentes erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Architekten, der auch die Trinitatiskirche wieder aufgebaut hat, Herrn Dipl.-Ing. Horst Sandtmann. Die Formgebung und die Anpassung des Instrumentes im Chorraum wurden im Wesentlichen vom Architekten bestimmt.

Die Architektur des Gehäuses lässt deutlich den Werkaufbau erkennen: im Mittelteil vor dem Fenster befindet sich das Positiv. Dieses Werk wird flankiert von dem Hauptwerk, welches beidseitig auf dem Schwellwerk aufgebaut ist. Die großen Pedaltürme umschließen die Orgel. Die sogenannten Prospektpfeifen – also die sichtbaren Pfeifen – werden aus den Prinzipalen, den Hauptstimmen der Orgel, gebildet. Das schon erwähnte Schwellwerk, dessen Pfeifen von den aus Holz gefertigten Jalousien verdeckt sind, besitzt lamellenförmige Flügeltüren ( Jalousien ), die mit Hilfe einer Vorrichtung vom Spieltisch aus geschlossen und geöffnet werden, wodurch ein An-und Abschwellen des Klanges bewirkt wird.

Die einzelnen Werke der Orgel kann man am besten mit den Instrumentalgruppen eines Orchester vergleichen, die dem Wunsch des Dirigenten entsprechend miteinander oder gegeneinander musizieren.

Das Pfeifwerk steht auf den sogenannten Windladen. Sie enthalten die Ventile, welche nach Willen des Spielers von den Klaviaturen im Spieltisch aus betätigt werden. Auf den Windladen sind entsprechend der Registerzahl Flachschieber angeordnet, die wir „Schleifen“ nennen. Diese Schleifen können über die im Spieltisch angeordneten Registerzüge bewegt werden. Sie öffnen und sperren die Windzuführungen zu den Pfeifen. Hierdurch lassen sich die einzelnen Pfeifenreihen ( Register ) ein – oder abschalten. Um das „Registrieren“ beim Spiel zu erleichtern, ist ein elektrisches Regierwerk eingebaut. Der Organist kann hiermit durch verschiedene Knopfdrücke während des Spiels die Klangfarben und –stärken wahlweise ändern.

Den Erfordernissen der modernen Heizungen und häufig auftretenden, starken Klimaschwankungen Rechnung zu tragen, wurde diese Orgel vollständig heizungs-und klimabeständig konstruiert.

Abschließend sei gesagt, das die neue Orgel der Trinitatiskirche in Hamburg-Altona sowohl in klanglicher als auch in optischer und technischer Hinsicht das Ergebnis einer jahrhundertelangen Entwicklung im Orgelbau sein will. Dieses möge einen klingenden Ausdruck in der Wiedergabe der Orgelmusik aller Stilepochen finden.                                                                                                                                                                                                                                    Detlef Kleuker    

 

Reorganisation der Traktur und Einbau einer elektrischen Setzeranlage mit 9000 Speicherplätzen im September 2018 durch Orgelbau Rudolf von Beckerath.

 

Disposition

Hauptwerk C-g'''

Gedacktpommer 16’

Prinzipal 8’

Rohrflöte 8’

Oktave 4’

Blockflöte 4’

Quinte 2 2/3’

Oktave 2’

Mixtur VI 1 1/3’

Zimbel III 1/3’

Dulzian 16’

Trompete 8’

Schwellwerk C-g'''

Liebl. Gedackt 16’

Prinzipal 8’

Koppelflöte 8’

Weidenpfeife 8’

Oktave 4’

Offenflöte 4’

Nasat 2 2/3’

Schwegel 2’

Septnone 1 1/7’ + 8/9’

Cornett III-V

Scharffmixtur V 2’

Fagott 16’

Franz. Oboe 8’

-Tremulant-

Positiv C-g'''

Gedackt 8’

Quintade 8’

Prinzipal 4’

Rohrflöte 4’

Sesquialtera II

Oktave 2’

Quinte 1 1/3’

Scharffzimbel IV 2/3’

Bärpfeife 8’

-Tremulant-

Pedal C-f'

Prinzipal 16’

Subbaß 16’

Quinte 10 2/3’

Oktave 8’

Gemshorn 8’

Choralbaß 4’

Hohlflöte 4’

Bauernflöte 2’

Hintersatz IV

Posaune 16’

Trompete 8’

Trompete 4’

seit September 2018 zusätzlich:

Oktavkoppeln: III/I 16‘ und 4‘, II/I 16‘ und 4‘, III/II 16‘ und 4‘, II/Ped 4‘.

Koppeln: I/P, II/P, III/P, II/I, III/I, III/II, II/I16’, III/I16’, III/II16’, II/I4’, III/I 4’, III/II4’, II/P4'

Spieltraktur: elektrisch

Registertraktur: elektrisch

Spielhilfen: Setzer mit 9000 Speicherplätzen, Crescendowalze

Ladensystem: Schleifladen