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Wie machen wir im Jahr der Corona-Pandemie Urlaub? Viel Energie fließt im Augenblick in diese Frage. Es geht vor allem darum, die urlaubshungrigen Menschenmassen möglichst schnell aus der Wohnung ins Hotel zu schaffen und wieder zurück. Und im Kern geht es, wie mir scheint, auch nicht so sehr darum, diesen dann zu einer möglichst erholsamen Zeit, sondern der Tourismusindustrie zu möglichst hohen Einnahmen zu verhelfen. - In biblischer Zeit gab es keinen Massentourismus. Im Neuen Testament kommt nur ein Tourist vor: Der Kämmerer aus Äthiopien. (Apostelgeschichte 8, 26ff.) Aber er erzählt mir, wie man gut Urlaub macht: Sein Transportmittel ist bodennah und verhältnismäßig langsam; das Souvenir, das er gekauft hat, ist hochwertig und mit nachhaltiger Wirkung; er ist sehr interessiert am Kontakt mit einem Einheimischen; die Fahrt selbst ist Teil seiner Reise, die zur riskanten Reise in sein Inneres wird und ihn tiefgreifend verändert; er kehrt fröhlich heim. Einen solchen Urlaub wünscht Pastor Torsten Morche.


Auf der Straße und in Geschäften fällt mir die Kreativität auf, mit der meine Zeitgeonss*innen ihren Mund-Nase-Schutz gestalten. Das nun sichtbarste Zeichen der Krise, in der wir uns befinden, bezeichnet nicht ausschließlich das Außergewöhnliche, ist nicht lediglich notwendiges Übel, sondern es wird zum Kleidungsstück, zum Accessoire, wird vom Zeitgeist integriert und Teil der Selbstdarstellung. Mir scheint, viele Menschen richten sich wie selbstverständlich in der Krise ein. Ich deute die schnelle Integration des Außergewöhnlichen als Sehnsucht nach einer ebenso schnellen Normalisierung des Lebensgefühls, nach „neuer Normalität“. – Das Volk Israel tat sich seinerzeit viel schwerer damit. Zu stark war der Schock über die Zerstörung ihrer bisherigen Lebensordnung und die Deportation nach Babylon. In einem leidenschaftlichen Brief musste der Prophet Jeremia seine Leute im Namen Gottes nachdrücklich dazu aufrufen, sich in ihrer Krise einzurichten und nicht auf die Träume von einer schnellen Normalisierung zu hören. (Jeremia 29, 1-9) Die Krise dauerte 70 Jahre und hat das Volk und seine Beziehung zu Gott vollkommen verändert - zum Besseren. Ihr Pastor Torsten Morche


In der gleichen Nachrichtensendung höre ich davon, dass in Folge der Corona-Pandemie eine Fluggesellschaft mit 9 Milliarden Euro unterstütz, die fällige Erhöhung des Mindestlohns aber ausgesetzt werden soll. Mir kam das Gleichnis von Jesus in den Sinn, wo Er erzählt, wie ein Mensch eine unvorstellbar hohe Summe an Schulden erlassen bekommt, dann aber hingeht und bei einem anderen ein paar Groschen brutal eintreibt. (Matthäus 18, 23ff.) Das geht für diesen Menschen am Ende nicht gut aus. Ich hoffe, dass unsere Experten wissen, was sie tun. Es fühlt sich jedenfalls nicht richtig an. Ihr Pastor Torsten Morche


In Frankfurt wird eine Kirchengemeinde zum Coronaherd. Noch peinlicher als gewöhnlich haben wir daraufhin am Sonntag bei uns auf die Hygieneregeln geachtet. Die Eintragung in die Liste am Eingang ist für uns selbstverständlich. Datenschutzbedenken können wir zerstreuen, weil die jeweilige Liste nach 4 Wochen geschreddert wird. Das ist ganz anders als mit dem Eintrag im Buch des Lebens, von dem es in der Offenbarung des Johannes heißt: „ich werde seinen Namen nicht austilgen aus dem Buch des Lebens, und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.“ (3, 5) Ich stelle mir vor, dass jeder Eintrag auf der Coronaliste am Kircheneingang den Namen im Buch des Lebens um einen Hauch deutlicher sichtbar macht. Ihr Pastor Torsten Morche


„Mir müssen die Wirtschaft wieder hochfahren!“ Die Sorge um einen Wohlstandsabsturz greift um sich. Nichts scheint wichtiger, als zu verhindern, dass weniger Auto gekauft werden oder Urlaubsflüge nicht mehr bezahlbar sind. Das sind Sorgen auf einem sehr hohen Niveau, wenn man sich mal in der Welt umschaut. Dann fällt einem die Fallhöhe erst richtig auf. Die ist in unseren Breiten tatsächlich besorgniserregend. Aber etwas weiter unten anzukommen, könnte auch befreiend sein und Freude machen, wie bei dem Zöllner, der Jesus mit Freude aufnimmt und zu ihm sagt: „die Hälfte von meinem Besitz gebe ich den Armen, und wenn ich jemanden betrogen habe, so gebe ich es vierfach zurück. Jesus aber sprach zu ihm: Heute ist diesem Hause Heil widerfahren.“ (Lukas 19, 8f.) Es ist aber wohl ein Unterschied, ob mich die Umstände hinabstoßen oder ob ich, wie der Zöllner Zachäus, auf einen Ruf von Jesus hin freiwillig hinabsteige. (19, 5) Einen schönen Sonntag wünscht Pastor Torsten Morche


Wir freuen uns, heute eine Konfirmation in unserer Gemeinde zu feiern.

#glaubeliebehoffnung #Freudeteilen #Liebe #Gott #MeinReli #Sttrinitatis 


Die Kinder müssen weg. Weg von den Eltern, raus aus der Wohnung. Nicht etwa, weil sie in Kita und Schule mit ihren Freunden zusammen sein können, etwas lernen, gesundes Essen bekommen und mehr Platz und Ruhe haben als zu Hause. Nein, die Kinder müssen weg, weil die Betriebe und Unternehmen ihre Arbeiter*innen wiederhaben wollen. Kinder stören bei der postcoronalen Aufholjagd. Darum machen die Unternehmer*innen Druck: Kitas und Schule öffnen. Jetzt! – Kinder haben auch die Jünger – das Femininum fehlt hier absichtlich – zur Zeit Jesu schon gestört. Rumlaufen, schreien, alles anfassen während der Meister spricht? Weg, weg! Aber der Meister setzt Seine Prioritäten anders: Lasst sie kommen, das sind doch Himmelswesen. (vgl. Markus 10, 13ff.) Ich denke, die Kinder brauchen Schutz vor Störungen durch die Aufholjagd. Ihr Pastor Torsten Morche

 


„Corona ist eine Strafe Gottes. Die Frage ist nur, wer die Bestrafung provoziert hat. Ist Corona eine Strafe für die Sünden der Altvorderen, die zu naiv waren, ihre Irrtümer in Wirtschaft, Politik, Umweltschutz usw. zu erkennen, oder sollen die Späteren dafür bestraft werden, dass sie aus den Fehlern der Alten nichts gelernt haben?“ – Bei Johannes im 9. Kapitel wird erzählt, wie die Jünger*innen angesichts eines Blindgeborenen genau so fragen: „wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, dass er blind geboren ist?“ (9, 2) Denn ihnen war klar, dass dessen Blindheit eine Gottesstrafe ist. Verblüffend die Antwort von Jesus: „Es hat weder dieser gesündigt noch seine Eltern, sondern es sollen die Werke Gottes offenbar werden an ihm.“ (V. 3) Dies sollte Christ*innen gegen zu kurz gedachte Erklärungen immunisieren. Gott straft nicht, sondern nimmt Corona in Seinen Dienst und eröffnet Möglichkeiten für ein besseres Leben. Der Blindgeborene wird geheilt und Corona macht vieles sichtbar, was jetzt besser gemacht werden sollte. Ihr Pastor Torsten Morche


Da werden Summen ausgeteilt, dass einem schwindlig wird. „Die Wirtschaft“ bekommt einen Satz Raketen aufgeschnallt und soll damit so auf Touren gebracht werden, dass die nächste Generation die Raketen aus den Steuern bezahlen kann. - Und was, wenn der Treibsatz nicht mehr als Schleichfahrt bewirkt? Oder so viel CO2 erzeugt, dass wir uns alle die Armbeuge löchrig husten? Wahrscheinlich wird die Generation der Raketenbauer noch ganz gut durchkommen, aber was ist mit unseren Kindern? Sie müssen unsere Renten zusammen- und die Raketen abstottern. – Als das Gottesvolk in seine Katastrophe geschliddert war, gab es dort ein Sprichwort: „Die Väter haben saure Trauben gegessen, aber den Kindern sind die Zähne davon stumpf geworden.“. Darüber war Gott ziemlich sauer, denn nach Seinem Willen soll jede*r nur für sein/ihre eigenen Fehler verantwortlich sein (Hesekiel 18,2ff.). Hoffentlich bekommen unsere Kinder noch die Chance, eigene Fehler zu machen. Einen schönen Himmelfahrtstag wünscht Pastor Torsten Morche

 


„Naturschutz ist Gesundheitsschutz“ – Corona wirkt wie ein trockener Sommer und richtet die Aufmerksamkeit auf einen simplen Zusammenhang von Tun und Ergehen. Jeder Fortschritt in dieser Richtung ist natürlich begrüßenswert: es nützt dem Menschen, wenn er die Natur schützt. Aber die Natur hat auch unabhängig von Nützlichkeitserwägungen ihre Würde. Nach biblischer Lesart war sie schon vor dem Menschen da und Gott hatte bei ihrer Erschaffung sehr viel Wert auf die Details gelegt: Gott schuf „ein jedes nach seiner Art“, heißt es immer wieder (1. Mose 1, 11.12.21.24.25). Heute sagt man Biodiversität dazu. Diese zu schützen ist nicht nur nützlich für uns, sondern ein Akt der Ehrfurcht gegenüber dem Schöpfer. Das Artensterben ist nicht nur schädlich, sondern Folge eines Mangels an Ehrfurcht. Die christlichen Tradition nennt das: Sünde. Vergebung und Neubeginn sind die Gegenmittel dazu, der Natur UND dem Menschen zugute. Ihr Pastor Torsten Morche

 


Bekanntermaßen haben Fußballspiele und Gottesdienste viele Strukturähnlichkeiten: das gemeinsame Einlaufen der Aktiven, Eine*n, der/die das Ganze leitet (manchmal tragen sie auch auf dem Platz „Priesterkragen“), Regeln, die man kennen muss, um das Geschehen zu verstehen und davon begeistert zu sein, (liturgische) Farben, nicht zuletzt die (Fan-)Gesänge. Wie wichtig die sind, wurde mir am vergangenen Sonntag besonders klar. Das Spiel meines Clubs hörte sich an wie ein Trainingsspiel auf dem Bolzplatz im Dorf meiner Großeltern, und unser Gottesdienst mit gestikulierten Liedern, Summen und rezitierten Texten ist mühsam. Hier wie da stellt sich die gewohnte Stimmung nicht ein. - Im Millerntor-Stadion war nur ein einziges Banner zu sehen: „Fußball lebt durch seine Fans“. Auch das haben Fußball und Gottesdienst gemeinsam. Darum Dank an alle, die in der Kirche am Ball bleiben! Ihr Pastor Torsten Morche

 


Wenn ich 80 Jahre alt wäre, hätte ich sicher eine Patientenverfügung, die lebensverlängernde Maßnahmen ausschließt. Denn ich gehöre zu der Sorte Menschen, für die gilt: „Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendesten unter allen Menschen.“ (1Korinther 15,19). Ich denke immer, die ganz große Party habe ich am Ende meines Lebens noch vor mir. Aber es gibt natürlich auch andere Gründe für eine Patientenverfügung. Nur bin ich mir in der Zeit mit Corona unsicher geworden, ob so eine Verfügung noch was gilt, wenn unser Gesundheitssystem beweisen muss, dass Alte nur im äußersten Notfall sterben. Vielleicht lassen die mich als positiv Getesteten nicht, weil jeder Coronatote die konsumfördernden Lockerungsmaßnamen infrage stellt. Wäre es Schlaganfall oder Krebs, hätte ich mehr Sicherheit, einfach palliativ betreut zu werden. Wenn ich meine Patientenverfügung formuliere, werde ich sicherheitshalber „Pandemie“ mit angeben. Ihr Pastor Torsten Morche

 


Heute bekam Pastor Morche nach der evangelischen Messe die St. Trinitatis Kirche aus Lego überreicht. Ein Kind aus der Kirchengemeinde hat unsere Kirche während der letzten Wochen zuhause nachgebaut, um diese bei seinem ersten Gottesdienstbesuch Pastor Morche zu schenken. 


#Sttrinitatis #Hoffnungsläuten #digitaleNordkirche #evangelisch #Glaube #Fischmarkt #Freudeschenken 


Man redet vom „Wiederaufbau des Landes“, als hätte Corona es in Schutt und Asche gelegt. In Schutt und Asche lag der Tempel in Jerusalem, als das Volk Gottes aus der Katastrophe der babylonischen Gefangenschaft wieder in sein Land zurückkehrte. Von dessen Wiederaufbau wird erzählt: „Und das ganze Volk jauchzte laut beim Lobe des HERRN, weil der Grund zum Hause des HERRN gelegt war. Und viele von den betagten Priestern, Leviten und Sippenhäuptern, die das frühere Haus auf seinem Grund noch gesehen hatten … weinten laut. … Und man konnte das Jauchzen mit Freuden und das laute Weinen im Volk nicht unterscheiden …“ (Esra 3, 11ff.) Der Schmerz über unwiederbringlich Verlorenes und die Freude, dass es überhaupt weiter geht, mischen sich hier. Wenn wir unser Land „wieder aufbauen“, wünsche ich uns die Weite unser Mütter und Väter im Glauben, um so ambivalent empfinden zu können. Einen schönen Sonntag wünscht Pastor Torsten Morche

 


An diesem Wochenende werden wieder Tausende zu Protesten zusammenkommen. Menschen haben Angst um ihre Freiheitsrechte, beschreien ihre Feindbilder - und da gibt es nichts zu lachen: Ein Comedy-Filmteam wird am Rande schon mal krankenhausreif geprügelt. Ich komme an diesem Wochenende auch wieder mit Tausenden zusammen. In vielen Kirchen feiern Christen Gottesdienste. Nicht, dass ich nicht auch um meine Freiheitsrechte besorgt bin. Aber am Sonntag werde ich unsere Verbundenheit mit Gott feiern und mir von Jesus sagen lassen: „…ich habe mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ (Johannes 16, 33) Und dann werde ich mir in Ruhe überlegen, wie ich meiner Besorgnis Ausdruck gebe, ohne Geschrei und Randale. Ihr Pastor Torsten Morche


Verschwörungstheorien stehen hoch im Kurs. Ich habe auch eine: Offenbarung 12, 12: „Weh aber der Erde und dem Meer! Denn der Teufel kam zu euch hinab und hat einen großen Zorn und weiß, dass er wenig Zeit hat.“ Gerade hetzt er coronabeschleunigt durch das hightspeed-Internet und in Windeseile gehen Hassbotschaften, alternative Fakten, Verleumdungen, Wissenschaftsphobien, krudes Halbwissen und jede Menge Unsinn viral. Der Teufel erweist sich, obwohl längst totgesagt oder ins Reich der Mythen und Legenden verbannt, als erstaunlich vital und angriffslustig und „steht nicht in der Wahrheit, denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus dem Eigenen; denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge.“ (Johannes 8, 44) Es grüßt Pastor Torsten Morche

 


Was erwartet eine Gesellschaft, die dem Mitgeschöpf Tier den Abstand verwehrt, den es braucht, und ebenso Menschen in Massenquarteiere zusammenpfercht? In den Schlachthöfen offenbart Corona die Tier- UND Menschenverachtung unserer Essgewohnheiten. Dass von dort aus die „Neue Normalität“ schon gleich wieder ausgebremst wird, erscheint mir sehr sinnfällig. Denn Dank Corona wird klarer denn je: Unsere Essgewohnheiten sind keine Bagatellen. Mit ihnen steht und fällt, ob wir der Würde gerecht werden, die uns von Gott gegeben ist: „…was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst? Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt. Du hast ihn zum Herrn gemacht über deiner Hände Werk, alles hast du unter seine Füße getan: Schafe und Rinder allzumal, dazu auch die wilden Tiere, die Vögel unter dem Himmel und die Fische im Meer und alles, was die Meere durchzieht.“ (Psalm 8, 5-9) Ihr Pastor Torsten Morche


Die Vorerkrankung des Gelähmten, den Jesus am Teich Betesda heilt, war Einsamkeit: „Herr, ich habe keinen Menschen“. (Johannes 5, 7) Diese Krankheit grassierte in Deutschland schon vor Corona. Das Virus hat sie für viele, vor allem ältere Menschen, noch einmal massiv verschärft. - Jesus trifft den Geheilten später noch einmal wieder und sagt zu ihm: „Siehe, du bist gesund geworden; sündige nicht mehr, dass dir nicht etwas Schlimmeres widerfahre.“ (V. 14) Offensichtlich ist die Wiederherstellung seiner Bewegungsfreiheit noch nicht das Ende seines Heilungsprozesses. Für unsere Zeit möchte ich Jesu Warnung an ihn so übersetzen: Beteilige dich nicht an Strukturen, die Menschen tendenziell einsam machen. Überlege z. B., ob „Homeoffice für alle“ eine gute Alternative zur Arbeit mit Kollegen im Büro ist. Immer mehr einsame Menschen schwächen das gesellschaftliche Immunsystem mit unabsehbaren Folgen … Ihr Pastor Torsten Morche.


In der Bibel wird erzählt, dass der Neustart nach der Sintflut einige Neurungen im Verhältnis der Geschöpfe untereinander mit sich brachte. Fleischgenuss ist dem Menschen jetzt erlaubt und zwischen Mensch und Tier wird eine scharfe Grenze gezogen: „Furcht und Schrecken vor euch sei über allen Tieren auf Erden und über allen Vögeln unter dem Himmel, über allem, was auf dem Erdboden wimmelt, und über allen Fischen im Meer…“ (1. Mose 9, 2). Dass das Corona-Virus, wie HIV, Ebola und Sars auch, vom Tier auf den Menschen übergegangen ist, mag auch daran liegen, dass der Mensch diese Grenze zu häufig, zu brutal, gnaden- und gedankenlos und unbarmherzig überschritten hat und mit industrieller Tierhaltung und Fischfang dem Mitgeschöpft da zu nahe getreten ist, wo vom Schöpfer mehr Abstand vorgesehen war. Es grüßt Pastor Torsten Morche.


Es häufen sich Nachrichten von Protesten gegen die Corona-Schutzmaßnahmen. Die Gesellschaft scheint sich scharf zu spalten. Muss man Maske tragen oder nicht? Vernunft und Wissenschaft sollen den Streit entscheiden. Dieser vehemente Verweis auf die Wissenschaft wundert mich, da sie im Zusammenhang mit Corona unser Handeln leiten soll, aber beim Klimawandel diesen hohen Stellenwert nicht bekommt. Nun, ich trage meine Maske nicht aus wissenschaftlichen Erwägungen, sondern richte mich an den Ängsten meiner Zeitgenossen aus, wie damals Paulus, der sich nicht auf den Streit einlässt, ob es andere Götter als den seinen gibt oder nicht, sondern fragt: Was an meinem Verhalten könnte bei meinem Mitmenschen Anstoß erregen: „Alles ist erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist erlaubt, aber nicht alles baut auf. Niemand suche das Seine, sondern was dem andern dient.“ (1. Korinther 10, 23) Wenn ich keine Maske trage und dadurch Ängste wecke, habe ich meinem Nächsten nicht gut gedient. Ihr Pastor Torsten Morche


Am Sonntag Kantate dürfen wir nicht singen. Die letzte Großinstitution, die neben der Schule noch singt, ist stumm. Das ist vernünftig, aber erst vom Evangelium des Sonntags her beginne ich zu verstehen, was das eigentlich bedeutet. Denn dort wird erzählt, dass die Pharisäer den Jüngerinnen und Jüngern Jesu das Singen verbieten wollten, woraufhin Jesus sagt: Wenn die nicht singen, werden die Steine schrien. (Lukas 19, 37-40) Zum Lob Gottes zu singen ist also nicht schmückendes Beiwerk von Kirche, sondern existenzielle Lebensäußerung. Die Frage danach, wer denn heute die Pharisäer sind, endet in dem Gefühl, es mit Größerem zu tun zu haben: „…euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge. Dem widersteht, fest im Glauben.“ (1. Petrus 5, 8f.) Wir haben widerstanden und Gottesdienst gefeiert, wobei Hände und Arme fröhlich Mund und Stimme ersetzt und den Brüller auf Distanz gehalten haben. Ihr Pastor Torsten Morche.


Am 10. Mai haben wir zum ersten Mal wieder Evangelische Messe gefeiert, mit Mund-Nasen-Schutz und entsprechend den Abstandsregeln. Es war einfach nur schön, in der Gemeinde zusammen sein zu können. 


#bleibbehuetet #digitalenordkirch #sttrinitatis #Freude #zusammen #evangelisch 


... beginnen wir den Sonntag. 


#Posaunen #Musik #Sttrinitatis #Vorfreude 


Mit Blick auf unsere morgige evangelische Messe erfreuen wir uns besonders am leuchtenden Rot der Rotbuche vor der Kirche.


#Sttrinitatis #Freude #Gottesdienst #Feiern #Hoffnungsläuten #bleibtbehütet 


Warum brachte Gott die Sintflut? Weil das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens böse ist. (1. Mose 6,5) Warum schwor Gott danach, sowas nicht wieder zu tun? Weil das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens böse ist. (8, 21). Dass die Abwrackprämie von 2009 als Investitionsprämie 2020 fröhliche Urstände feiert und Fliegen nach der Krise so billig und klimafeindlich bleiben soll wie vor der Krise, zeigt, dass die Erde sich nicht wegen der Menschen, sondern trotz der Menschen weiterdreht. Gottes Liebe genießen wir unverdient und „Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind, dem die Sünde bedeckt ist!“ (Psalm 32,1) Ihr Pastor Torsten Morche


Es scheint ja nun sicher, dass das Virus nicht von Menschen konstruiert ist. Aber ist das eine gute Nachricht? Sie nimmt allerhand Verschwörungstheorien den Wind aus den Segeln. Aber sie nimmt gleichzeitig jedem Menschen die Möglichkeit, auf einen anderen Menschen mit dem Finger zu zeigen und zu rufen: „Der war’s!“ Und wenn es niemand gewesen ist, ist das Virus planlos entstanden. Wenn es planlos entstanden ist, wird es nie einen Plan geben, die Entstehung solcher Viren zu verhindern und die Todesgefahr zu bannen. Jeder Covid19-freie Tag in meinem Leben ist dann Geschenk, in der Sprache des Glaubens: Gnade – und ein Grund zu gesteigerter Lebensfreude: „Fülle uns frühe mit deiner Gnade, so wollen wir rühmen und fröhlich sein unser Leben lang.“ (Psalm 90,14) Statt gestreckter Finger gefaltete Hände - das scheint mir ein guter Plan zu sein. Ihr Pastor Torsten Morche


Die Gute Nachricht lautet: Der Corona-Impfstoff ist gefunden. Es ist das Geld. Er wirkt in Zeiten, in denen es heißt: Fürchte deinen Nächsten wie dich selbst, besonders dort, wo er in großen Mengen genossen wird. Der Beweis seiner Wirksamkeit wird gerade im ProfiT-Fußball erbracht. Andere Sportarten, gar der Amateur- und Breitensport sind wegen zu kleiner Impfstoffmengen von dieser Beweisführung ausgeschlossen. Aber die freuen sich, denn: „…wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit“. (1. Korinther 12, 26) Sollte ich mich als Fan des FC St. Pauli dieses Evangeliums schämen, das alle rettet, die, statt nur zu glauben, genug haben? (vgl. Römer 1,16) Ihr Pastor Torsten Morche


Nach meinem Eindruck ohne erkennbaren Erkenntniszuwachs ist die Öffnungsorgie plötzlich eröffnet. Die Ökonomie hat die Medizin als Leitwährung fast über Nacht abgelöst. Und damit wechseln auch die maßgeblichen Personen. Denn während die schlechten Nachrichten bisher überwiegend von der Kanzlerin kamen, drängen sich mit den vermeintlich guten und besseren nun die Länderchefs und -chefinnen ins Rampenlicht der Öffentlichkeit. Diesen Menschentyp gab es zu Jesu Zeiten auch: „Alle ihre Werke aber tun sie, damit sie von den Leuten gesehen werden. Sie machen ihre Gebetsriemen breit und die Quasten an ihren Kleidern groß. Sie sitzen gern obenan beim Gastmahl und in den Synagogen und haben's gern, dass sie auf dem Markt gegrüßt und von den Leuten Rabbi genannt werden.“ (Matthäus 23, 5ff.) Meine Verantwortung als Wähler wird mir heute noch mal bewusst. Es grüßt Sie Pastor Torsten Morche


Am kommenden Sonntag feiern wir wieder Gottesdienst in der Hauptkirche. Das Leitungsgremium der Gemeinde hat zwar nie beschlossen, damit aufzuhören, aber die Leitungsgremien meiner Kirche erwarten, dass wir die Wiederaufnahme der selbstverständlichsten Sache der Kirche offiziell und unter Einhaltung aller kirchenrechtlicher Bestimmungen, auf die ich noch einmal ausdrücklich hingewiesen wurde, beschließen. Die aus den zur Durchführung eines Gottesdienstes übermittelten Bedingungen generierte Beschlussvoralge für den Kirchengemeinderat umfasst 9 Punkte und jeder Punkt enthält z. T. mehrere Einzelregelungen bis hin zu solchen Selbstverständlichkeiten wie die Kontrolle der Toiletten auf genug Seife und Papiertücher. Vom Zutrauen in das Verantwortungsbewusstsein von Christenmenschen ist nichts zu spüren, ganz zu schweigen von Erwartungen, die man an mündige Gemeindemitglieder haben kann. Dass die Kirche angesichts der erfolgreichen Konditionierungen durch den Staat eine solche Regelungswut an den Tag legt, lässt mich ein staatsnahes Selbstverständnis vermuten und aufseufzen: „Zur Freiheit hat uns Christus befreit!“ (Galater 5.1)


M. ist allein mit ihren zwei Kindern. Die Kleine ist 5, der Große ist 8. Für die beiden ist M. zur Zeit Kita-Betreuerin, Lehrerin, Köchin, Entertainer, Freundin, Pausenaufsicht, Streitschlichtungsinstanz, Hausaufgabenkontrollgremium, Spielkameradin, Hygienebeauftragte, Erklärbär … Als der Große sie neulich auch noch zum Prellbock für seinen Frust mache wollte, ist ihr die Hand ausgerutscht. M. ist über sich sehr erschrocken gewesen. Wegen des Gedränges werden ihre vielen Rollen zu einer Legion böser Geister. Je länger es dauert, um so mehr drohen sie damit, sie zu zerreißen. Jesus versteht gut, was in M. vorgeht: ich denke an Markus 5, 9-13. Möge die Legion bald ausgetrieben werden! Ihr Pastor Torsten Morche


Gideon hatte eines Nachts im Auftrag Gottes das riesige Heer der Midianiter aufgeschreckt und vertrieben. Bei Lichte besehen war es nur die kleine Zahl von 300 Leuten, die mit Fackelschwenken, dem Zerschmeißen von Tonkrügen und dem Blasen von Signalhörnern so viel Schrecken verbreiteten, dass im Lager der Feinde des Gottesvolkes alles durcheinanderkam. (Richter 7, 16-22) Ich habe einmal nachgeschaut, welche Zahlen die ganze Welt aufschrecken und unser Leben durcheinanderbringen: verhungert sind seit Jahresbeginn 3.760.000 Menschen, an Folgen des Rauchens starben 1.680.000, Alkoholtote 841.000, Verkehrstote 453.000, an Corona Gestorbene 241.000. Dass die kleinste dieser Zahlen uns am meisten erschreckt, lässt mich aufschrecken. Denn das könnte heißen, dass wir mehr zu Midian gehören als zu Gideon. Es grüßt Pastor Torsten Morche


Christina Schwähn, Kantorin Maryam Haiawi und Pastor Torsten Morche haben wieder eine Andacht aufgenommen. Es ist die vorerst letzte, denn ab 10. Mai wird die Evangelische Messe wieder in der Hauptkirche gefeiert, unter den geforderten Hygienemaßnahmen natürlich.

https://youtu.be/7zu4FdR8xR4


"…da sterben Menschen, die sowieso sterben müssen." (Boris Palmer, Bürgermeister von Tübingen) Das ist ein richtiger Satz im falschen Kontext. Er ist falsch, wenn er nur andere meint, speziell Menschen, die unsere Sorge aus welchen Gründen auch immer angeblich nicht so verdienen wie andere. Er ist richtig, wenn ich ihn auch auf mich beziehe. Denn „Wer von euch kann dadurch, dass er sich Sorgen macht, sein Leben auch nur um eine einzige Stunde verlängern?“ (Matthäus 6, 27 NGÜ) Ich muss „sowieso sterben“, wie alle anderen Menschen auch. Einige sterben an oder mit Corona, die meisten aus anderen Gründen. Aber niemand muss in Angst und Schrecken sterben. Ich übe mich dieser Tage mehr denn je, im Vertrauen auf die Auferstehung zu leben, damit ich früher oder später und aus welchen Gründen auch immer in diesem Vertrauen auch sterben kann. Ihr Pastor Torsten Morche


Kaum war der Mensch in der Welt, da nahm er/sie/es den Spaten und die Gartenschere zur Hand. Der Auftrag lautete: Den Garten Eden bebauen und bewahren. (1. Mose 2, 15) Vom ersten Tag seiner paradiesischen Existenz an war der Mensch tätig. Denn Arbeitslosigkeit ist nicht nur deswegen schlimm, weil die Betroffenen weniger Geld haben. Nicht zu arbeiten ist nach Auskunft der Bibel so unmenschlich wie Hunger, Einsamkeit oder Krieg zu erleiden, auch wenn wir unter solchen Bedingungen weiter atmen. Um diesen Drang nach Tätigsein nicht ins Kraut schießen zu lassen, wurde sogar jede Woche ein Tag Enthaltsamkeit verordnet. Dass der „Tag der Arbeit“ am heutigen 1. Mai keine kirchliche Erfindung ist, muss als Versäumnis bewertet werden. Im Verlauf der Corona-Krise werden wir aber reichlich Gelegenheit bekommen, Arbeit und Arbeitslosigkeit als Thema des Glaubens (wieder) zu entdecken. Ihr Pastor Torsten Morche


Sie hat einen Stein im Stiefel. Das schmerzt und hindert sie am Gehen. Sie hat es eilig und würde den Schmerz am liebsten einfach ignorieren. Wenn sie es dauerhaft täte, könnte das zu Entzündungen führen, Blutvergiftung, Beinamputation… Soweit will sie es nicht kommen lassen, nimmt Hände, Augen, Gleichgewichtssinn und den gesunden Menschenverstand zusammen und in einer gemeinsamen Aktion aller Organe und Körperteile verschafft sie sich Erleichterung und erhält sich ihre Bewegungsfreiheit. – „Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit, und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit.“ (1. Korinther 12,26) Was Paulus hier auf die christliche Gemeinde bezieht, ließe sich auch auf die Europäische Union und die Diskussion um Corona-Bonds anwenden. Wo es an Solidarität fehlt, kommt das Ganze nicht voran. Ihr Pastor Torsten Morche


Ärzte in Kurzarbeit. Die Autoindustrie fordert Staatshilfen, zahlt aber Dividenden und Boni aus. An den Zahlungsschwierigkeiten von Firmen kann man Milliarden verdien. Die Corona-Krise offenbart, wie unsere Welt funktioniert. Viele Menschen glauben, das ließe sich nicht ändern. Als Einer, der schon einen totalen Systemzusammenbruch hautnah miterlebt hat, glaube ich das nicht. Als Christ glaube ich: „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ (Hebräer 13,14) und nichts hat Menschenhand so fest gemauert, als dass es nicht auch abgerissen werden kann – nicht ohne Anstrengung, Blessuren, Selbstüberwindung und Schmerz (und z. T. anhaltendem Phantomschmerz). Erfahrungsgemäß ist dabei ein Glaube hilfreich, der dazu frei macht, immer auf der Suche nach der besseren Stadt zu blieben, und es war dieser Glaube, der 1989 die Relevanz des Systems erschütterte. Dass der heute nicht als systemrelevant gilt, hat so gesehen auch seine Logik. Ihr Pastor Torsten Morche


„…Die Würde des Menschen … ist unantastbar. Aber sie schließt nicht aus, dass wir sterben müssen." Wolfgang Schäuble hat mich meinen Blick noch einmal auf Lazarus aus Johannes 11 richten lassen. Dass Jesus ihn ins Leben zurückholt, ist wohl ein Zugeständnis an dessen Schwestern: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. …. Glaubst du das?“ Martas Antwort ist ausweichend (11,27). Jesu Wort genügt nicht, also muss das Wunder her und Er ruft den Lazarus aus dem Grab wie einen Totkranken von seinem Intensivbett. Aber die wirklich schwierige Aufgabe liegt noch vor dem Geretteten, auch vor den Schwestern und allen Andren, heute noch mehr als seinerzeit: Die eigene Sterblichkeit begreifen und annehmen und Jesu Wort vertrauen. Wäre die Würde des Menschen auch mit der Würde seines Sterbens verbunden, die Todesangst könnte nicht so vieles abwürgen und wir könnten auch in der Bedrohung durch Covid19 gelassener leben und getroster sterben. Ihr Pastor Torsten Morche


Ab heute ist in Hamburg das Tragen einer Maske im Bus und beim Einkaufen gesetzlich vorgeschrieben. Über Sinn und Unsinn dieser Maßnahme wird gestritten, aber Gesetz ist Gesetz. Das Christentum hat Masken immer eher abgelehnt. Das hat zu tun mit der Vorstellung, dass der Mensch als EbenBILD Gottes vor allem im Blick in sein GeSICHT SICHTbar wird. Es zu verhüllen ist Gottes- und Menschenlästerung gleichermaßen. Mein Unbehagen, eine Maske tragen zu müssen oder Maskenträgern zu begegnen, wurzelt tief. Ich wünsche mir, recht bald wieder zur Ehrerbietung Gottes in jedem menschlichen Angesicht zurückkehren zu können. Ihr Pastor Torsten Morche


In der Zeit meiner Ausbildung war das Bild von Jesus als dem guten Hirten sehr umstritten, weil es die Assoziation wecken würde, die Gemeinde sei eine Schafherde, und das wäre dem emanzipatorischen Selbstverständnis des modernen Menschen nicht zumutbar. Heute, am sogenannten Hirtensonntag (Evangelium Johannes 10, 11-16) staune ich, wie weit abseits der Realität wir damals diese Debatte geführt haben. Denn ganz selbstverständlich reden die Menschen von der Herdenimmunität, die es zu erreichen gilt, und niemand erfindet ein englisches Wort dafür, welches die Gleichsetzung der Bevölkerung mit einer Herde wenigstens etwas tarnen würde. Aber vielleicht beschreibt das Bild von der verstreuten Herde das Lebensgefühl von Menschen, die sich nicht begegnen dürfen, besonders treffend. Jesus, der gute Hirte – in diesem Jahr gefällt mir dieses Bild ganz besonders gut. Einen schönen Sonntag wünscht Pastor Torsten Morche.


Christina Schwähn, Kantorin Maryam Haiawi und Pastor Torsten Morche haben zum Sonntag Misericordias Domini eine Andacht augenommen:

https://youtu.be/aszon4fxG88


Um die unvorstellbare Großzügigkeit Gottes zu illustrieren, hat der Prophet Jesaja einst in Seinem Namen gerufen. „Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser! Und die ihr kein Geld habt, kommt her, kauft und esst! Kommt her und kauft ohne Geld und umsonst Wein und Milch!“ (Jesaja 55,1) Dieser Tage würde er vielleicht rufen: Kommt her und kauft Öl und ihr bekommt noch Geld dazu! Aber damit würde er gar nichts Unvorstellbares sagen und schon gar nichts über eine neue Großzügigkeit, die am Ölmarkt ausgebrochen sei. Nein, der Prophet würde damit auf eine Stilblüte des Kapitalismus zeigen, der zu seiner Selbstrettung die absurdesten Manöver vollzieht und mit dem realen Leben nicht mehr viel zu tun hat. Der Gott Jesajas aber will, so absurd es klingt, unbedingt mit Deinem Leben zu tun bekommen und macht Dir deshalb so großzügige Angebote. Es grüßt Pastor Torsten Morche


Die Angst ist groß, dass das Virus zurückkommt. Ich befürchte daneben aber vor allem, dass der Geist zurückkommt und es sich wieder bequem macht, den wir gerade aufgescheucht haben: den Geist der Markthörigkeit, der Entsolidarisierung, der Wohlstandsanbetung, die Zockermentalität… Dieser Geist durchstreift als Sorge um „die Wirtschaft“ die Welt und drängt auf die „Normalisierung der Verhältnisse“. Jesus hat mal erzählt: „Wenn der unreine Geist von einem Menschen ausgefahren ist, so durchstreift er dürre Stätten, sucht Ruhe und findet sie nicht. Dann spricht er: Ich will wieder zurückkehren in mein Haus, aus dem ich fortgegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er's leer, gekehrt und geschmückt. Dann geht er hin und nimmt mit sich sieben andre Geister, die böser sind als er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie darin; und es wird mit diesem Menschen am Ende ärger, als es vorher war. So wird's auch diesem bösen Geschlecht ergehen.“ (Matthäus 12, 43ff.) Die Krise bietet die Chance, einen neuen Geist in unser Haus einziehen zu lassen und uns als gutes Geschlecht zu erweisen. Ihr Pastor Torsten Morche


An den Kindern beobachte ich es am deutlichsten. Die Isolation, zu der die Todesangst die ganze Welt verurteilt, wirkt tief in die Seelen hinein. Ja, wie schnell habe ich es schon als Reflex verinnerlicht, an die äußerste Gehsteigkante auszuweichen, wenn mir jemand entgegenkommt. Wie lange wird es wohl dauern, bis mich sein verdecktes Gesicht nicht mehr irritiert? Die Versuche, die Welt zu retten, sind so sehr auf die Vermeidung des Todes gerichtet, dass ein Stück Seele dabei abzustreben droht. Wohin kann das natürliche Bedürfnis nach Nähe und nach dem Blick in das Gesicht des Anderen sublimiert werden? „Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele?“ (Matthäus 16,26) Die Corona-Krise lässt mich neu nach der Grenze fragen, von der an Leben nur noch Überleben ist und einem „seligen Ende“ vorzuziehen wäre. Ihr Pastor Torsten Morche


Neben der Eigenschaft, potenziell tödlich zu sein, hat das Virus noch eine andere: es offenbart, vertieft und erschafft Grenzen. Ich muss immer noch mal nachschauen, wo ich in Hamburg, abweichend von anderen Bundesländern, eine Maske tragen muss und wo nicht, wann die Schule meiner Konfis wieder aufmacht und ob ich meinen Döner auf der sonnigen Parkbank essen darf oder nur zu Hause, weil das hinter der Stadtgrenze schon wieder anders geregelt ist. Ich verstehe zum ersten Mal so richtig, warum der frühen Christenheit die Suche nach Einheit so wichtig war, wie es der erste Brief des Paulus nach Korinth bezeugt: „Ich ermahne euch aber, Brüder und Schwestern, im Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle mit einer Stimme redet; und lasst keine Spaltungen unter euch sein, sondern haltet aneinander fest in einem Sinn und in einer Meinung.“ Bei Fragen, die Leben und Tod berühren, ist grenzüberschreitende Einigkeit wünschenswert.


Vorausgesetzt, ich weiß alles, was meine Einschätzung der Situation gut begründet sein lässt, dann kann ich sagen, unsere Regierung hat in der Corona-Krise im Großen und Ganzen erfolgreich agiert. Nur dieser Tage habe ich ein Problem. Das Wort „Öffnungsdiskussionsorgie“ klingt im Kontext weniger nach Mundschutz als vielmehr nach Maulkorb. Die Lage ist komplex und die zu treffenden Entscheidungen sind weitreichend. Und das soll nicht öffentlich debattiert werden? Als gelernter DDR-Bürger reagiere ich da empfindlich und als Christ erinnere ich mich an die Aufforderung des Paulus: „Prüft aber alles und das Gute behaltet.“ (1. Thessalonicher 5, 21) Der Plural in dieser Aufforderung spricht gegen einsame Expertenentscheidungen. Ihr Pastor Torsten Morche


Sollen die großen Vermögen stärker als andere dazu herangezogen werden, die Kosten des Staates zur Eindämmung der Corona-Krise zu decken? Die Diskussion läuft. Das Geld, dass der Staat „mobilisiert“ hat, sind keine Geschenke aus der Druckerpresse. Irgendwie muss es wieder reinkommen. Das stärkere Schultern dabei mehr tragen können und auch sollen, ist keine Erkenntnis, die aus dem Steuersystem erwächst. Aber es gibt einen biblischen Präzedenzfall. Ganz am Anfang des Christentums war die sog. Urgemeinde in Jerusalem in Not geraten. Der Apostel Paulus mobilisierte daraufhin Gelder aus den anderen Gemeinden nach dem Grundsatz: „Nicht, dass die andern Ruhe haben und ihr Not leidet, sondern dass es zu einem Ausgleich komme. Jetzt helfe euer Überfluss ihrem Mangel ab, damit auch ihr Überfluss eurem Mangel abhelfe und so ein Ausgleich geschehe.“ (2. Korinther 8, 13f.). Ich denke, dass jeder Euro von den Vermögenden langfristig auch ein Beitrag zu deren Schutz ist. Ihr Pastor Torsten Morche


Eine „neue Normalität“ ist jetzt als Ziel ausgerufen: zwei Wörter, die nicht zusammenpassen. Entweder ist etwas neu oder es ist normal. Ich habe den Verdacht, hinter dieser Alliteration steckt ein Beschwichtigungsversuch: einiges wird neu sein, z. B. der Mundschutz beim Busfahren, das Firmensterben, die steigende Arbeitslosigkeit, eine Leichtigkeit bei der massenhaften Erfassung persönlicher Daten usw., aber im Wesentlichen bleibt alles beim Alten. Dabei hat das Alte in der Krise gerade offenbart, wie störanfällig und sanierungsbedürftig es ist. Darum meine ich, mit Jesus gesprochen: „Niemand flickt einen Lappen von neuem Tuch auf ein altes Kleid; sonst reißt der neue Lappen vom alten ab und der Riss wird ärger. Und niemand füllt neuen Wein in alte Schläuche; sonst zerreißt der Wein die Schläuche, und der Wein ist verloren und die Schläuche auch; sondern man füllt neuen Wein in neue Schläuche.“ (Markus 2, 21)


Sina Balke-Juhn, Kantroin Maryam Haiawi und Pastor Torsten Morche haben eine Video-Adacht zum Sonntag Quasimodogeniti aufgenommen:

https://m.youtube.com/watch?v=Iy8QZx-3kbw


Was ist wohl aus Lazarus geworden? Wir erfahren, dass Jesus ihn ins Leben zurückgeholt hat, nachdem er schon 4 Tage tot war (Johannes 11, 39ff.) – eine gespenstische Szene. Die halbe Welt weiß, was Jesus mit ihm gemacht hat (Johannes 12,17), aber von Lazarus selbst erfahren wir nichts mehr. Wie geht es einem, der den Tod „erlebt“ hat? Geht der einfach nach Hause, füttert die Ziegen, repariert das Schuppendach und geht dann wie gewöhnlich abends ins Bett? Viel wahrscheinlicher ist doch, dass er wochenlang Alpträume hat, seinen Schwestern keine besonders große Hilfe ist und nie wieder der wird, der er mal war. Warum sollten wir, die wir den Quasi-Tod einer ganzen Gesellschaft erlebt haben, wieder werden, wie wir waren? Wird nicht auch bei uns das Corona-Gespenst durch das gesellschaftliche Bewusstsein geistern, uns verunsichern und noch lange zu Denken geben? Wenn nicht, waren wir wohl schon vorher nicht mehr richtig lebendig. Ihr Pastor Torsten Morche


„Einkauf wird gestattet, Einkehr bliebt verboten“, so das Fazit der bisherigen Lockerungen aus Sicht einer Kirchengemeinde. Es ist ja schmeichelhaft, dass die Verantwortlichen offenbar davon ausgehen, dass es in einer Kirche jeden Sonntag zugeht wie an Heilig Abend. In der Realität aber können die allermeisten Gottesdienstgemeinden Sicherheitsabstände einhalten, davon können Bau-, Garten- und Supermärkte nur träumen. Gottesdienstbesucher sind auch nicht dafür bekannt, besonders aufmüpfig zu sein, sodass Hygienevorschriften auf ausgewachsene Renitenz träfen. – Vielleicht hat Jesus einen Fehler gemacht, als Er seinerzeit die Händler aus dem Jerusalemer Tempel getrieben hat und sagte „…macht nicht meines Vaters Haus zum Kaufhaus.“ (Johannes 2, 16) Ein paar Fahrrad-, Auto- oder Buchhändler in der Kirche würden uns heute den Gottesdienst retten. Ihr Pastor Torsten Morche


Es wird nun also doch noch eine Weile dauern, bis „die Wirtschaft“ wieder „hochgefahren“ wird. Dass kleine Betriebe dabei an ihre Grenzen kommen, verstehe ich gut. Aber wo ist das Geld derer geblieben, die in den letzten Jahren gut verdient haben? Wir hatten Hochkonjunktur, Rekord-Steuereinnahmen, die wenigsten Arbeitslosen seit Jahrzehnten... Für manche Branchen waren das richtig fette Jahre. Gab es denn nirgends einen Joseph, der dem Pharao dazu geraten hätte, in den sieben fetten Jahren Rücklagen anzulegen für die kommenden sieben mageren Jahre? (1. Mose 41 ,33-36) Waren wir uns tatsächlich inzwischen so sicher, dass es immer nur noch aufwärts geht und niemals mehr Gefahr droht? Oder hat man gar die Josephs dieser Welt für Spinner gehalten? Der Pharao war da klüger und Corona klärt uns nun brutal auf über unseren Realitätsverlust.


Petrus und einige aus dem Kreis um Jesus wollten zurück in ihr altes Leben als Fischer (Johannes 21, 1-14). Die Suche nach dem besseren Leben an der Seite dieses Jesus hatte sie in eine tiefe Krise gestürzt. Es ging dabei weniger um Party und Shopping oder um das neuste Smartphone und die billigste Flugreise. Vielmehr ging es um Sinn und Freiheit, endete aber in Tod und Angst. Was lag näher, als den Faden da wieder aufzunehmen, wo er verloren gegangen war? Aber in diesem alten Leben gab es nichts mehr zu fischen. Die Welt war inzwischen eine andere geworden. Der wütende Kampf gegen die Tücke der Natur zahlt sich nicht mehr aus. Erst im Wagnis des Vertrauens erfahren sie: es ist genug da, für alle. Tod und Angst haben nicht das letzte Wort. – Ich glaube, dass auch wir nach der Corona-Krise nicht in das alte Leben zurückkehren können. Aber auch wir haben die Freiheit, den tieferen Sinn der Krise zu erfassen, das bessere Leben zu ergreifen und Vertrauen zu wagen. Ihr Pastor Torsten Morche


Gestern beim Spazierengehen schnappte ich den Satz auf: „Ich hoffe ja, dass die das Ganze jetzt endlich mal alles mehr nachhaltig machen mit der Wirtschaft und alles.“ Kurz zuvor hatte ich das Evangelium des Ostermontags gelesen (Lukas 24, 13-35). Da gehen zwei von Jerusalem weg nach Emmaus einen Weg, der sie geographisch und stimmungsmäßig in die Tiefe führt. Unterwegs erörtern sie mit einem Experten ihre Krise. Aber erst auf deren Talsohle erfasst ihr Herz den totalen Bruch: Leben ist möglich, nur eben ganz anderes als bisher gedacht. Sie laufen den Weg wieder hinauf und beginnen, mit anderen zusammen dieses neue, andere Leben zu gestalten. Der Weg hinab war leichter, aber eine bis dahin unbekannte Kraft half ihnen hinauf. - Ich möchte aus dem Satz des Spaziergängers gern etwas von dieser Kraft wahrnehmen. Auf der Talsohle der Corona-Krise könnte sich der Bruch mit dem vollziehen, was als Alternativlos galt, und sich der Willen formen, unser Leben nun neu und anders zu gestalten. Ihr Pastor Torsten Morche


Im Johannesevangelium wird erzählt, dass Maria Magdalena am Ostermorgen zum Grab von Jesus ging. Sieh fühlte sich nach dem Tod Jesu so einsam, dass sogar die Nähe zu seinem Leichnam ihr trostvoll erschien. Aber der war nicht da. Ihre Verzweiflung darüber schlug je um in den tiefen Wunsch nach einer Berührung, als ihr Jesus als Auferstandener begegnete. Aber in ihre sehnsuchtsvolle Bewegung auf Ihn zu hinein sagt Er zu ihr: „Rühre mich nicht an!“ (Johannes 20, 17) Maria musste sich mit Worten und Blicken zufriedengeben. – Eine Szene, wie sie sich in diesen Wochen wohl hundertfach ereignet, wenn die Oma die Enkelin nicht umarmen darf und der alte Mann im Heim nur den vollgeschützten Pfleger zu sehen bekommt. Die Sehnsucht Marias und der anderen Jüngerinnen und Jünger wurde schließlich in Gestalt von Brot und Wein gestillt. Das lässt mich hoffen für die Sehnsucht so vieler. Das Kontaktverbot wird nicht ewig dauern. Ihr Pastor Torsten Morche


Ostern ist immer am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond. Michael Borkowski hat uns diesen Vollmond aufgenommen. Vielen Dank!

 

#evangelisch #Supermond #digitaleNordkirche #Sttrinitatis #Fischmarkt 


Mitglieder des Posaunenchores St. Trinitatis unter Leitung von Doris Möller, Sina Balke-Juhn hinter ihrem Smartphone, Kantorin Maryam Haiawi und Pastor Torsten Morche habe eine Andacht zum Ostersonntag aufgenommen:

https://youtu.be/AibXcKHfmjQ


Ostern ist Befreiung. Ursprünglich als Befreiung vom Tod verstanden, dann aber auch von Lebenseinschränkungen aller Art. Viele Menschen ersehnen für unmittelbar nach Ostern die Befreiung von den Auflagen zur Corona-Krisenbewältigung. Dann wäre das Leben endlich wieder gut. Mir schwebt allerdings ein anderes Szenarium vor: Der Hunger hatte die Väter und Mütter des Volkes Israel nach Ägypten vertreiben, wo das Volk später außerordentlich eingeschränkt lebte. Dann brachte Mose in göttlichem Auftrag die Befreiung. Aber bevor das befreite Volk in das gute Land kam, hatte es 40 Jahre Wüstenwanderung zu bewältigen. Das war kein Osterspaziergang. Ich vermute, uns wird es ähnlich ergehen: nach der Befreiung von den Einschränkungen wird uns das schwerste erst noch bevorstehen. Aber ich vertraue darauf, dass das ersehnte Land besser sein wird als das, aus dem Corona uns vertrieben hat.


Das ist der stillste Stille Samstag meines Lebens. Keinen Lärm zu machen fällt in diesem Jahr sehr leicht. Schwieriger ist es, Lärm auszuweichen. Denn da lärmt eine Debatte darüber, ob, wann und unter welchen Umständen unsere verletzte Gesellschaft als geheilt gelten und wieder freigelassen werden kann. Ökonomen, Wirtschaftsvertreterinnen, Politiker, Soziologinnen, Mediziner, Virologinnen, Epidemiologen, Finanzexpertinnen, Europaabgeordnete, Datenschützerinnen, Verfassungsrechtler, Börsenfachleute uvam.  schnattern munter durcheinander und treiben mich von Hoffen zu Bangen und wieder zurück. – Der Apostel Paulus lag dem Herrn Jesus mal mit einer Bitte um Heilung eines Leides in den Ohren. Er schreibt, dass er schließlich den Bescheid bekam: „Lass dir an meiner Gnade genügen.“ (2. Korinther 12,9) So will ich es heute auch halten: Ich werde am letzten Tag der Passionszeit Corona-Lärm fasten, mich der Gnade erfreuen, Klopapier und auch sonst alles wichtige zum Überlebe zu haben, und mich der Zuversicht hingeben, dass dem Geschnatter sinnvolle Entscheidungen entspringen werden, auch wenn ich mich ihm heute mal nicht aussetze. Ihr Pastor Torsten Morche


 

Kantorin Maryam Haiawi, Pastor Torsten Morche und Sina Balke-Juhn haben eine Andacht zum Karfreitag aufgenommen: https://m.youtube.com/watch?v=_fkG2SgiiXg


Das Tanzverbot am Karfreitag wird in diesem Jahr wohl nicht für Kontroversen sorgen. Getanzt werden darf schon seit Wochen nicht und es ist kein Widerstand zu vernehmen. Die Angst, sich mit dem Virus anzustecken und daran vielleicht zu sterben, lässt das Tanzverbot klug und vernünftig erscheinen. Den Menschen kommt zu Bewusstsein, wie zerbrechlich und gefährdet das Leben ist, und dass wir verletzliche und sterbliche Wesen sind. Sie werden vorsichtiger, behutsamer, ja klüger. Damit leistet Corona Hilfe beim Verstehen dessen, was der Karfreitag sagen möchte: „HERR, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“ (Ps 90,12). Und was jetzt fast 4 Wochen täglich vernünftig war, warum sollte das  in angstfreien Zeiten an einem Tag des Jahres nicht vernünftig sein? Im notorischen Tanz droht die Klugheit zertreten zu werden. Ihr Pastor Torsten Morche


Da stehen Menschen in einer Schlage, auf Abstand gehalten durch Markierungen am Boden. Diszipliniert rücken die Anwesenden vor. Es ist wie im Supermarkt an der Kasse. Es geht nur viel schneller voran. Und die Musik stimmt nicht: Orgelklänge umfließen die Szene. Und wo die Kasse sein müsste, steht eine Pastorin mit einem Ziborium voller Abendmahlsbrot. Einen halben Schritt vor ihr steht im rechten Winkel ein Mann, der hält eine Patene so, dass die Pastorin mit langem Arm das Brot wie eine Kassiererin das Wechselgeld dort ablegen kann, nachdem sie gesagt hat: „Brot des Lebens, Christus für dich!“ Der Angesprochene nimmt, ebenfalls mit langem Arm, das Brot von der Patene und tritt zur Seite, um für die Nachrückende Platz zu machen, bevor er mit Blick auf das Kreuz das Brot in den Mund nimmt. Bevor ich an der Reihe bin, wache ich auf. Es war ein Gründonnerstagstraum in der Corona-Krise. Was will er mir nur sagen? Ihr Pastor Torsten Morche


Und wieder musste ich im Radio zuhören, wie eine Anruferin darüber sinniert, die Alten und Schwachen dadurch zu schützen, dass man sie ‚wegsperrt‘ – den Ausdruck hat sie natürlich nicht gebraucht, aber letztlich kommt es darauf hinaus. Man könne dann nämlich, kurz gesagt, alle anderen unter einigen wenigen Auflagen in die gewohnte Freiheit entlassen und die Wirtschaft wieder anfahren. Ich hätte sie gern an das Vierte Gebot erinnert: „Ehre Vater und Mutter…“, aber auch an Paulus: „Seht aber zu, dass diese eure Freiheit für die Schwachen nicht zum Anstoß wird!“ (1. Korinther 8, 9). Der Apostel rät, lieber auf Freiheiten und Annehmlichkeiten zu verzichten, als den Schwachen einen Anlass zum Ärger zu geben, was ich gerade in Corona-Zeiten für christlich und geboten halte. Denn die Kontaktsperren sind für Alte und Schwache schon jetzt schwerer erträglich als für andere. Sie aus ökonomischen Gründen zu isolieren halte ich für unmenschlich.  Ihr Pastor Torsten Morche


Kürzlich waren meine Frau und ich morgens spazieren und wir beobachteten, wie ein Hund, dessen Besitzer und ein Jogger aufeinander trafen. Der Jogger hatte den Hund zu spät bemerkt und sich hefitg erschrocken. Seine Schreckreaktion hatte nun den Hund einen heftigen Satz zur Seite machen lassen, was wiederum den Hundebitzter heftig werden ließ. Denn der glaubte, der Jogger hätte dem Tier etwas angetan und ging den Jogger verbal und mit Gesten so zornig an, dass es mir nicht unwahrscheinlich erscheint, der hätte dem eine reingehauen, wenn meine Frau und ich nicht dahergekommen wären. Vielleicht wäre das unter anderen Umständen auch so passiert, aber ich dachte: sowas könnte nach so langer Zeit der zwangsweisen Distanzierung  häufiger vorkommen als sonst. Und Christenmenschen sind auch nur Menschen. In eine alterntive Gefühlslage versetzen mich da Verse wie  1. Tessalonicher 5, 9:  "Gott hat uns nicht bestimmt zum Zorn, sondern dazu, die Seligkeit zu besitzen durch unsern Herrn Jesus Christus". Dem Einen oder der Anderen könnte es jetzt helfen, Christenmenschen mit Seligkeitsanteilen zu begegnen. Ihr Pastor Torsten Morche


„Die Corona-Krise ist eine Katastrophe von biblischem Ausmaß.“ Wer das so oder so ähnlich in der vergangenen Woche gesagt hat, habe ich vergessen. Gemeint war wohl die Sintflut und der Vergleich scheint mir durchaus sinnvoll. Die Bibel erzählt, wie die Menschen global auf Abwege geraten waren und Gott reagierte darauf, indem Er Seine Schöpfung noch mal auf Null stellte. Auf der Arche überlebten genug Menschen, um noch einmal von vorn beginnen zu können. Corona trifft uns auch global und in der Kriese liegt die Chance, das Märchen vom „Markt“, der - als die Summe aller Egoismen - die Menschheit zu Sicherheit und Wohlstand führt, als Abweg zu erkennen und im Meer zu versenken. Denn in der globalen Katastrophe wird „der Markt“ zum Fass ohne Boden und der in ihm zusammenfließende Wohlstandsegoismus zur hochriskanten Wildwasserfahrt. Dass wir Land sehen, verdanken wir einer Arche aus Solidarität, Empathie, Vertrauen und Nächstenliebe. Wenn wir wieder festen Boden unter den Füßen haben, sollten wir auf diese Qualitäten setzen. Ihr Pastor Torsten Morche


„Meine Zeit steht in Deinen Händen.“ (Psalm 31,16) – Meine und die Lebenszeit meiner Zeitgenossen hängt mehr als früher nicht unwesentlich davon ab, dass ich und sie sich öfter als sonst die Hände waschen. Idealerweise soll man sich dabei 30 Sekunden lang die Hände einseifen. Wie lange sind 30 Sekunden? Ich habe einmal nachgemessen: ein ruhig gesprochenes Vaterunser dauert etwa so lange. Zur Sicherheit sage ich vorher und nachher noch: „Meine Zeit steht in Deinen Händen.“ und habe so dank Corona zusätzliche Gelegenheiten für kleine Gebetszeiten in meinen Tagesablauf eingebaut. Was kann man sinnvolleres tun, als in der Zeit zu beten, während man sich die Hände wäscht? Ihr Pastor Torsten Morche


Eine Andacht zu Palmarum mit  Kantorin Maryam Haiawi und Pastor Torsten Morche, Aufnahme und Schnitt: Sina Bahlke-Juhn:

https://youtu.be/OfBgqrBiNkw


Der Reporter im Radiointerview ist hartnäckig und fragt immer wieder, was die Expertin als nächsten Schritt empfiehlt. Sie sagt immer wieder, das könne man im Augenblick nicht sagen, man muss abwarten, wie die Dinge sich entwickeln. Doch der Reporte gibt keine Ruhe und ich denke: Corona trifft uns an einer besonders empfindlichen Stelle. Das Virus gibt uns das Gefühl, nichts tun zu können, abwarten zu müssen. Wir müssen die Entwicklung Kräften und Mächten überlassen, über die wir nicht verfügen, über die wir keine Macht haben. Das konnten Menschen noch nie gut. In der Bibel wird einmal erzählt, dass Gott durch den Propheten Jesaja seinem Volk diese Ungeduld zum Vorwurf macht: „So spricht Gott …: Wenn ihr umkehrtet und stille bliebet, so würde euch geholfen; durch Stillesein und Vertrauen würdet ihr stark sein. Aber ihr habt nicht gewollt und spracht: »Nein, sondern auf Rossen wollen wir dahinfliegen«, – darum werdet ihr dahinfliehen, »und auf Rennern wollen wir reiten«, – darum werden euch eure Verfolger überrennen.“ (Jesaja 30, 15f.) Ungeduld und Aktionismus könnte auch für uns tödlich sein. Ihr Pastor Torsten Morche


Bundeskanzlerin Merkel ist in Quarantäne, Prinz Charles und Oliver Pocher sind positiv getestet, eine Frau aus unserer Gemeinde hat es schwer getroffen, Flüchtlingsunterkünfte sind genauso betroffen wie Altenheime. Corona macht auf erschreckende Weise deutlich, was seit 2000 Jahren zum Kernbestand der christlichen Botschaft gehört, was aber die Kirche selbst den eigenen Leuten nicht als Handlungsmaxime klarmachen konnte: Alle Menschen sind gleich. Wirklich alle. Oder mit Paulus gesprochen: „Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus.“ (Galater 3, 28) Ich möchte ergänzen: hier ist nicht arm noch reich, nicht alt noch jung, nicht Europäer*in noch Inder*in, nicht Promi noch Follower, nicht blaublütig noch bürgerlich…, denn wir sind alle bedroht von Covid-19. Wieviel Solidarität müsste aus dieser Botschaft eigentlich erblühen? Ihr Pastor Torsten Morche


Unsere Exit-Strategie: In unserer Kirche werden die Lampen geputzt, siehe Foto unten. Es sind 100 Stück. 10 mal mehr als im Gleichnis von den 10 Jungfrauen, das Jesus mal erzählt hat (Matthäus 25, 1ff.): Die Mädchen warten nachts darauf, dass der Bräutigam kommt und sie ihn zur großen Feier begleiten können. Aber der lässt sich Zeit. Die einen lassen derweil ihre Lampen vergammeln, die anderen versorgen sie ordentlich. Klingt dem ähnlich, was wir in der Kirche gerade machen: Warten, dass wir endlich feiern können: die ersten Evangelische Messe nach Corona. Wir könnten natürlich jetzt alles etwas schleifen lassen, schläfrig werden, in Depression verfallen, ein bisschen Jammern, denn es dauert schon soooo lange. Aber wir können uns natürlich auch bereit halten, die geschenkte Zeit nutzen, die Lampen putzen, das Sonntagskleid schonmal raushängen, uns gegenseitig wach halten, ermuntern, die Vorfreude nähren und uns verabreden zur ersten Evangelischen Messe nach Corona. Ihr Pastor Torsten Morche  


Es war lange geplant und heute ist es soweit: In unserer Kirche werden die Lampen geputzt. Wir freuen uns, wenn wir wieder evangelische Messe feiern können! Dank an Kirchengemeinderatsmitglied Joachim Wilkening und seinen Freund Klaus. 

 

 #evangelisch #Freudeteilen #Frühjahrsputz #digitaleNordkriche


„Was hat sich unser Schöpfer bei Corona nur gedacht?“ entfährt es mir. Meine Gesprächspartnerin entgegnet: „Gott hat damit nichts zu tun. Wer jahrzehntelang alle möglichen Gifte in Pflanzen, Tiere, Böden, Meere und Seinesgleichen pumpt, muss sich nicht wundern, wenn irgendwann sowas dabei rauskommt.“ Ist Corona also Schuld oder Schicksal? An Schicksal zu glauben fällt leicht: Katastrophe durchstehen, dann Trümmer wegräumen und die Dämme erhöhen, dann business as usual. Schuld hat einen anderen Rhythmus: Schuldbekenntnis und Selbsterkenntnis, Verantwortung übernehmen und Verhalten ändern. „Schicksal“ sieht im Virus den Aggressor. „Schuld“ kann ihn als Warnsignal erkennen. Als Christ bevorzuge ich die Schuld auch deshalb, weil sie immer mit Vergebung und der Freiheit zum Neubeginn einher geht. Ihr Pastor Torsten Morche


Jesus erzählt in Matthäus 25, 14ff. eine Geschichte, in der ein Mann drei Leuten viel Geld gibt. Zwei davon spucken in die Hände, gehen ans Werk, unternehmen was und machen was daraus. Der Dritte wird am Ende heftig dafür kritisiert, dass er sein Geld in Grund und Boden vergraben und gar nichts weiter getan hat. – Ein Gastronom erzählte mir kürzlich, dass er im Augenblick keinen Pfennig verdient, weil er seinem Tagewerk nicht nachgehen und sein Unternehmen nicht betreiben darf, aber weiter Pacht und Miete zahlen muss an einen, der sein Geld in den Grund und Boden gesteckt hat, auf dem der Gastronom seinen Laden hat. Vor dem Hintergrund des Gleichnisses ließe sich fragen, was das für ein Wertesystem ist, das im Ernstfall das Nichtstun des Einen bestraft, das des Anderen aber weiter belohnt? Ich verstehe Jesus so: Was in Grund und Boden steckt, hat keinen echten Wert. Wertvoll sind für Ihn Menschen, die mit Ihrer Hände und Hirne Arbeit ihren Unterhalt verdienen – und es jetzt nicht können. Ihr Pastor Torsten Morche


Das Virus macht endlich mal klar, was wirklich wichtig ist im Leben: Krankenhäuser natürlich, Supermärkte, und die Leute, die da arbeiten. Sie sind die Stützen des Systems und sollten endlich so bezahlt werden. Bäcker und Baumärkte sind wichtig. Einige Zeit schien es so, als wären Friseure und Kosmetikstudios wichtig, aber das ist inzwischen korrigiert. Religion war von Anfang an unwichtig. Kirchen, Moscheen, Synagogen, Tempel – alle sofort zu. Endlich haben wir Klarheit über unsere Bedeutung. Im Ernstfall sind wir entbehrlich wie Cafés, Theater, Kinos und meine Lieblingspizzeria. Wir hätten es wissen können. Als Jesus von der Bedeutung seiner Leute sprach, sagte Er: Ihr seid das Salz der Erde (Matthäus 5,13). Es war nie die Rede davon, wir müssten eine Suppenküche werden. Jetzt werden wir wie eine solche behandelt. Kommen wir also auf das Salz zurück, diese eine, kleine, unauffällige Priese, ohne die es geht, mit der die Suppe aber erst schmackhaft wird. Dieses Salz würzt auch das eingeschränkte Leben der Corona-Zeit. Ihr Pastor Torsten Morche


Nach alter Tradition heißt dieser Sonntag „Judika“, ist lateinisch und heißt „Schaffe mir Recht“. So beginnt der Psalm dieses Sonntags, Ps. 43,1: „Schaffe mir recht, Gott, … und errette mich…“ – ein Hilferuf zu Zeiten, als es noch keinen Rechtsstaat in unserem Sinne gab. Es wird nicht ganz klar, vor wem der/die Beter*in errettet werden will. Mir stehen heute allerdings einige vor Augen. Viktor Orbán lässt sich im Schatten von Corona zum König krönen, in der Slowakei werden private Händidaten zur Überwachung von Quarantänen genutzt, europaweit sind verfassungsgarantierte Freiheitsrechte außer Kraft gesetzt… Menschen, deren politisches Denken vor allem auf Effektivität satt auf Recht setzt, haben in Corona-Zeiten Handlungsspielraum bekommen. Ihr verführerisches Angebot lautet: Freiheit gegen Gesundheit. Gott möge uns retten, wenn wir uns gezwungen sehen, diesen Dealmakern das Feld zu überlassen. Dann stünde unsere Recht wieder in den Sternen und nicht in den Paragraphen und „Judika!“ könnte zu einem weit verbreiteten Stoßgebet werden. Einen schönen Sonntag Judika wünscht Pastor Torsten Morche.


Wir haben heute das erste YouTube-Video meines Lebens aufgenommen, unsere Kantorin Maryam Haiawi, Sina Balke-Juhn vom Kirchengemeinderat und ich (https://youtu.be/wdAJwFxguQk). Ein Experiment mit Spaßfaktor. Etwas ungelenk komme ich mir vor und denke: Ohne Corona hätte ich das wohl nicht gewagt, obwohl ich den Druck schon lange spüre: Kirche soll dahin, wo die Menschen sind, also ab ins Netz. Aber SIND Menschen im Netz? Für mich ist es immer noch eher Hilfsmittel als Lebensraum, eher das Versprechen einer Berührung als eine wirkliche Berührung. Die Bibel berichtet von 19 Heilungen durch Jesus detailliert, wie Er Menschen berührt oder zumindest direkt anspricht, und erwähnt werden noch viele andere.  Nur 3 mal wird von Fernheilungen erzählt. Ich denke, ich bleibe erst einmal dabei, unsere Hauptkirche als den eigentlichen Lebensraum unserer Gemeinde zu betrachten und die Fern-Andacht als Ausnahme und Hilfsmittel. Kirche ist Berührung und muss es wieder werden. Sonst hätte Corona gesiegt obwohl wir uns geheilt glauben. Ihr Pastor Torsten Morche


Wenn ich es könnte, würde ich heute einen Comic zeichnen. 1. Bild: Ein kleines dickes Corona-Teufelchen steht an der Kante eines Grabens und prüft den Abstand zur gegenüberliegenden Kante. Er ist kürzer als 1,5 Meter. 2. Bild: Das Corona-Teufelchen steht mit einer Schaufel im Graben und macht ihn breiter und tiefer, macht die Grabenwände steiler und grinst dabei schurkisch. 3. Bild: Aus der Vogelperspektive sieht man auf der einen Seite des Grabens einige Menschen, erkennbar als reich, weiß, gebildet, jung, gesund, und auf der anderen Seite den ganze Rest der Welt. 4. Bild: Das Corona-Teufelchen tief unten im Graben hüpft wütend auf und ab, währen der Apostel Paulus über ihm eine Brücke baut aus den Worten: „Christus ist unser Friede, der aus zweien eins gemacht hat und hat den Graben überbrückt, der dazwischen war, indem der durch sein Fleisch die Feindschaft wegnahm.“ (vgl. Epheser 2, 14) Das 5. Bild überlasse ich Ihrer Fantasie. Vielleicht haben Sie Talent und schicken Ihre Zeichnung an pastor.morche@hauptkirche-altona.de. Ihr Pastor Torsten Morche


Der „Reiche Jüngling“ (Markus 10, 17ff.) fragt Jesus, was er für sein Seelenheil tun muss. Jesus liebt ihn und sagt: Verschenke alles an die Armen. Der Reiche verweist ob dieser Zumutung nicht etwa empört auf die ökonomischen Sachzwänge des Systems, sondern er wird betrübt und traurig. Ich vermute, er hat noch ein Gefühl für die Tragik des Reichtums. Wie der Zauberlehrling kann der Reiche die einmal in Gang gebrachte Maschinerie der Reichtumssteigerung nicht mehr anhalten, und koste es ihn auch sein Seelenheil. - Seit einigen Wochen gibt es Hoffnung für den Reichen. Ein ganz kleines Teil fiel in das Getriebe seiner gigantischen Maschinerie und plötzlich steht sie still. Zwar ist der reiche Zauberlehrling jetzt fieberhaft damit beschäftigt, die Räder, die sich noch drehen, besonders gut zu ölen; zwar tut er alles dafür, damit sich das System mit noch mehr Wucht als vorher in Bewegung setzt, sobald das Teilchen verschwunden ist. Aber ganz nahe ist ihm auch die Gelegenheit, sich an Jesus und seine Traurigkeit zu erinnern und festzustellen: die Maschinerie kann doch angehalten werden! Und wäre jetzt nicht der beste Zeitpunkt, sie so umzubauen, dass man, statt nur der Lehrling, ab jetzt ihr Meister ist? Ihr Pastor Torsten Morche


In Jesu Gleichnis Vom Barmherzigen Samariter (Lukas 10 25ff.) gehen zwei an einem Verletzten vorbei. Die Zeitgenossen Jesu wussten noch, dass diese Tempelangestellten ihren Job nicht ordentlich hätten machen können, wenn sie sich dem Halbtoten zugewandt hätten. Aus ihrer Sicht war es ordentlich und vernünftig, Abstand zu halten. Jesus kritisiert diese Vernunft. Sie verstößt gegen Gottes Ordnung. Er stellt die Dinge vom Kopf auf die Füße, wenn Er sagt: „Geh hin, setzte den Kranken auf deinen Esel, leg ihn in ein Bett und sorge für sein Pflege. Das ist Gottes Wille.“ Diese Haltung hatte sich in der Christenheit als ordentlich und vernünftig durchgesetzt, wenngleich sie nicht durchgängig Praxis wurde. Inzwischen aber sind die Dinge wieder durcheinander geraten. Seit einigen Wochen haben die Tempelangestellten das Prädikat „vernünftig“ wieder am Revers. Es heißt, Abstand halten sei jetzt die vernünftigste Form der Nächstenliebe. – Der Teufel trägt im Griechischen den Namen: Diabolos, das heißt: Durcheinanderwerfer. Lassen wir uns nicht durcheinander bringen: Abstandhalten ist keine Nächstenliebe, sondern eine Überlebensstrategie, und die ist nicht vernünftig, sondern notwendig. Abstandhalten ist das Gebot der Stunde, aber nicht das Gebot Gottes. Das Prädikat „vernünftig“ gehört weiter denen, die das Risiko der Nähe eingehen: Verkäuferinnen, medizinisches Personal, Altenpflegerinnen, Obdachlosenhelfer, Einkaufsdienstleistende… Ihr Pastor Torsten Morche


Es ist erstaunlich ruhig hier an der Königstraße. Jemand sagte: wie Sonntagvormittag. Die ganze Woche Sonntagsruhe. Zwangsweise. Vergleichbares gab es in der Geschichte des Gottesvolkes auch schon mal. Die Babylonier hatten die Israeliten deportiert und das Land lag zwangsweise still. Einige Menschen sahen darin die konsequente Folge eines Verhaltens, dass u. a. auch Gottes Gebot missachtete, regelmäßig Pause zu machen und die Sabbatruhe zu halten: 3. Mose 26,34 „Als dann wird das Land seine Sabbate nachholen, solange es wüst liegt und ihr in der Feinde Land seid; ja, dann wird das Land ruhen und seine Sabbate nachholen.“ – Mir gefällt daran, dass die erzwungene Ruhe nicht als blindes Schicksal sondern als Gottes Wille verstehbar wird. Dass der siebentägige Hochgeschwindigkeitsbetrieb der modernen Welt mal angehalten werden könnte, hätte ich mir nicht träumen lassen. Darin liegt nun aber auch die Chance, einiges nachzuholen: ausschlafen, Freunde und Bekannte anrufen, über den Sinn der Geschwindigkeit nachdenken, Gott beim Ruhen am siebenten Tag zuschauen… Ihr Pastor Torsten Morche


Applaudieren vom Balkon, wahlweise singen „Der Mond ist aufgegangen“ oder „Freude, schöner Götterfunken“, gemeinsam beten mit oder ohne Kerze im Fenster, entweder 19 Uhr oder 20.20 Uhr, mit oder ohne Kirchenglocken - und bestimmt weiß ich nur die Hälfte von dem, was zwangsisolierte Menschen einander näher bringt. Ich staune über die Kreativität, die ich mir gewünscht habe, als es noch keine Aufrufe zur sozialen Distanz gab. Aber der Virus scheint eine Intelligenz zu besitzen, die auf jeden Fall ihr Ziel erreicht: Abstand erzeugen, vereinzeln, soziale Energien zerstreuen, den Trend zur Individualisierung nutzen und verstärken. Selbst wo alle Ideengeber*innen den guten Vorsatz haben, die verordnete Distanz zu überbrücken, folgt und mainifestiert die Menge der Initiativen den gesellschaftlichen und kirchlichen Trend und verschärft nach meine Empfinden noch einmal die Frage: Was hält uns zusammen? Bei George Bernard Shaw las ich mal sinngemäß: Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert, nicht mit schlechten. Und ich frage mich: auf welchem Weg sind wir mit unseren vielen guten Vorsätzen? Die Prüfung der Geister (1. Joh. 4, 1) bliebt uns wohl nicht erspart. Ihr nachdenklicher Pastor Torsten Morche


Spontan haben sich heute einige Bläser unseres Posaunenchors unter Leitung von Doris Möller bei St. Trinitatis in die Sonne gestellt und Spaziergängern, Hundebesitzern, Inlinerfahrern und Balkonsitzern aus gehörigem Abstand eine kleine Freude gemacht. Musik verbindet. Danke für diese Idee!

#DigitaleNordkirche #Posaunen #glaubeliebehoffnung #evangelisch #Freudemachen


Die Verteilung von Essen und Kleidung an Menschen ohne Obdach ist nicht abgesagt. Das Team der Mobilen Bully-Suppenküche unter Leitung von Julia Radojkovic verteilt auch bei St. Trinitatis (Cpello, Königstraße 11). Infos unter info@MobileBullysuppenkueche.de oder 0178 5189203.

 

#Hilfe #wirhaltenzusammen


Wenn ich heute Ev. Messe zelebrierte hätte, wäre ich auf das Evangelium Johannes 12, 20-24 eingegangen und hätte sowas gesagt wie: Schaut mal, Jesus war damals auf einem Fest. Heute wäre das sowas wie Dom oder Hafengeburtstag. Hier aufzutreten wäre für Jesus aber nicht möglich, denn beides ist abgesagt. - Um dem Höhlenkoller zu entgehen, bin ich gestern mal über Landungsbrücken und Kiez gelaufen und haben einen Blick auf das Heiliggeistfeld geworfen. Alles wie ausgestorben im Vergleich zu sonstigen Dom-, Sonnen- und Samstagen. Und habt Ihr es gehört? Jesus spricht in mitten des Festes dort in Jerusalem vom Sterben. Was für ein Kontrast: Das laute, rasante, üppige Leben trifft auf Jesu Rede vom Sterben. Aber er spricht von Seinem Streben wie von dem eines Weizenkorns in der Erde, das am Ende viel Frucht bringt. Mir gefällt der Gedanke, dass die wie erstorben daliegenden Straßen und Plätze Frucht bringen – in der Erkenntnis: es geht leiser, es geht langsamer, es geht mit weniger. WIR werden DARAN nicht sterben, aber vielleicht besser leben. Schönen Sonntag wünscht Pastor Torsten Morche


Normalerweise säße ich jetzt hier und würde die Ev. Messe für morgen vorbereiten. Aber es findet keine statt. Das ist unheimlich. Wie oft mag es wohl an diesem Ort seit Gründung der ersten Kirche 1650 vorgekommen sein, dass die Gemeinschaft der Heiligen nicht zusammen kam? Vermutlich nach den Bomben im letzten Krieg. Verständlicherweise. Aber jetzt haben wir keinen Krieg. Oder? - „Wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und …. den bösen Geistern …“ Die Corona-Krise gibt Anschauungsunterricht zum Verständnis dieser Worte aus dem Epheserbrief (Kap. 6, ab Vers 10). Allerdings auch in Krisenbewältigung: „Ergreift die Waffenrüstung Gottes … ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnte alle feurigen Pfeile des Bösen, und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes.“ Wir müssen wohl kämpfen, aber der Krieg ist schon entschieden. Darum werde ich morgen Albe und Stola anlegen, und nachdem um 10 Uhr die Glocken geläutet haben, werde ich stellvertretend für alle, die zu Haus den „guten Kampf des Glaubens kämpfen“ (1Tim 6,12), vor dem Lächelnden Christus von Altona singen (vielleicht EG 283, bestimmt aber EG 377 und EG 93), beten (Psalm 84), in der Bibel lesen (1. Korinther 1, 3-7; Johannes 12, 20-24), Fürbitte halten und still werden, mit Euch allen „bereit einzutreten für das Evangelium des Friedens.“ Ihr Pastor Torsten Morche


Abstand halten! Nach Aussagen der Verantwortlichen und Experten soll das jetzt am besten helfen. – Hat Jesus eigentlich mal Abstand gehalten? Tatsächlich, hat er. Ich erinnere mich an eine Szene am Ufer des Sees Genezareth, wo Menschen so dicht um Ihn herum stehen, dass Er kaum atmen kann. Da steigt Er in ein Boot und bittet Petrus, Abstand zwischen Sich und die Menschen am Ufer zu bringen (Lukas 5, 3). Anderthalb, zwei Meter werden es wohl auch gewesen sein, nur der Grund war ein anderer als heute: Jesus wollte sich den Menschen verständlich machen. Er wollt, dass sie Ihn hören können. – Wir haben als Kirche den Abstand nicht gewollt, aber in der Nachfolge Jesu ist das jetzt eine wichtige Aufgaben: hörbar bleiben, verständlich werden über den verordneten Abstand hinweg. Ich übe mich grade in kontaktfrier Kommunikation des Evangeliums. Aber es gilt ja auch umgekehrt: der erzwungene Abstand eröffnet die Gelegenheit, mal wieder hinzuhören – auf Jesu Worte und ihr Echo in unseren Herzen. Ihr Pastor Morche


Dass mein Mitmensch potentiell mein Konkurrent ist im Kampf um Vorteile, Einfluss, Ansehen, Aufstiegschancen usw., daran bin ich gewöhnt worden. Die Corona-Angst setzt nun aber noch einen oben drauf: mein Mitmensch ist potentiell eine Gefahr für mich. Er/sie kann mich töten, er/sie wird mir zum Todfeind. Jesu Forderung nach Feindesliebe bekommt einen ganz neuen Klang. - Ich will ihn hörbar machen gegen den Trend: ab heute werde ich jeden Abend um 19 Uhr die Glocken von St. Trinitatis Altona läuten, die Osterkerze anzünden und laut das Vaterunser beten für alle meine Todfeinde. Und wer es hört, kann ja eine Kerze in sein Fenster stellen und mitbeten und so zeigen: „Lieber Todfeind, du bist nicht allein; Gottes Liebe überbrückt den Abstand, den wir jetzt halten müssen“. Ich halte das auch für eine gute Übung, um sich an den verordneten Abstand nicht zu gewöhnen. Ihr Pastor Torsten Morche


All sein Tun ist Wahrheit, und seine Wege sind recht, und wer stolz einherschreitet, den kann er demütigen.“ (Daniel 4,34) - die Herrnhuter Losung für Tag 3 nach der Mutation eines Virus zum Radiergummi. Termin für Termin radiert es aus meinem Terminkalender. Dafür telefoniere ich mehr als sonst. Und immer wieder die Frage: Wie ist das zu verstehen? Die Drohgebärde in den Worten Daniels schreckt mich. Aber tatsächlich lässt mich das Virus über unser Einherschreiten auf dieser Erde nachdenken: über Reisegewohnheiten, Urlaubstrips, Megakreuzfahrtschiffe und die grenzenlose Freiheit über den Wolken. Das kleine Ding ist auf diesen Wegen verbreitet worden – und verursacht nun eine Vollbremsung auf freier Strecke. Das ist doch demütigend! Ihr Pastor Torsten Morche


Nach der evangelischen Messe fand unsere Gemeindeversammlung statt: Rück- und Ausblicke aus der Kirchenmusik von der Leiterin des Posonaunenchors Doris Möller (2. v. r.) sowie Kantorin Maryam Haiawi (1. . l.) aus dem Kreis "Rund um 60" berichtete Karin Holland (3. v. l.), Kirchengemeinderatsvorsitzende Karin Sprenger (2. v. l.) gab einen Überblick über die vielfältigen Tätigkeiten des KGR und Pastor Torsten Morche (Mitte) teilte mit der Gemeinde Ein- und Ausblicke auf das Kirchenjahr.

#Gemeinde #Kirchenmusik #Gemeindeleben  #Kirchengemeinderat #evangelisch #teilen #Pastor #Sttrinitatis #Vielfalt #zusammen


Unsere Unsere KonfirmandInnen sind der Frage nachgegangen, "was uns im Himmelreich erwartet".

#meinreli #raumfuerfragen #glaubeliebehoffnung #nordkirche


Beim monatlichen Kinderfrüstück wurde wieder fleissig gebastelt und zusammen gefrühstückt.

#Winter #Schnee #Kinderideen #Kinderaugen #Spass #zusammen


Ein Bild unserer Kirche von Patricia Schult. Vielen Dank dafür.

#Sichtweisen #Kirche #Jahresbeginn


#Glaubeliebehoffnung #Heiligabend #Freude #teilen #Stille


Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg (2. v. r.) und Torsten Morche, Pastor Hauptkirche Altona St. Trinitatis (3. v. r.) führten eine offene, persönliche und anregende Diskussion am Samstag, den 14. Dezember 2019. Es ging um Glaubwürdigkeit sowie Integrität, die Rolle der Kirche und der Politik und die eigenen Lebenswege. Moderiert wurde die überkonfessionelle und überparteiliche Veranstaltung von Sandra Goetz, Vorsitzende ASF Altona sowie Landesvorsitzende der SPD Frauen von Hamburg (1. v. r.) und Sören Platten, Juso-Kreisvorsitzender Altona (4. v. r.).

#Hamburg #Gedankenaustausch #Kirche #Politik #Sttrinitatis #Tschentscher

 

 


In einer Welt, die nicht mehr allein global, sondern zunehmend fragmentiert erfahren wird, ist die Frage nach Erklärung und Sinn, wie man Ängsten positiv begegnen kann, nach Machbarkeit des oftmals unmöglich erscheinenden sowie nach Vertrauen, Halt aber auch Mut ungebrochen. Hamburgs Erster Bürgermeister, Dr. Peter Teschentscher sowie der Pastor von St. Trinitatis Altona, Torsten Morche (Foto links) stellen sich den Fragen der Moderatoren sowie der Gäste.

Freier Eintritt.


Beim Kinderfrühstück stand dieses Mal der Herbst im Mittelpunkt. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt!

 

Herbst #Collage #Kinderideen #Kinderaugen #Spass #zusammen


Gross und Klein trafen sich um 17 Uhr in St. Trinitatis und erinnerten sich einer Andacht an den heiligen Martin. Im Anschluss ging es weiter nach St. Petri, wo alle zu einer Stärkung eingeladen wurde. Begleitet wurde der Martinsumzug von den Posauen der beiden Gemeinden unter der Leitung der beiden Chorleiter Doris Möller sowie Andreas Harder.

#Laternelaufen #Spass #StMartin #Sttrinitatis #Stpetri #Altona #Posaunen


Mit der Kampagne "Raum für Fragen. Mein Relgionsunterricht." macht die Nordkirche darauf aufmerksam, dass der Religionsunterricht Schülerinnen und Schülern in Norddeutschland wichtig ist. Ziel ist auch, über die Gründe dafür und über den Religionsunterricht insgesamt mit Interessierten ins Gespräch zu kommen. Wir unterstützen die Kampagne mit einem Banner an unserer Hauptkirche St. Trinitatis Altona.

 

#Raumfuerfragen #Meinreli


Unsere KonfirmandInnen haben sich unter dem Motto "Unsere Pyramide des Glaubens" mit den Grundsätzen des Glaubens auseindergesetzt.

#meinreli #raumfuerfragen #glaubeliebehoffnung #nordkirche


Am 15. September haben wir Maryam Haiawi im Gottesdienst offiziell in ihr Amt als Kichenmusikerin eingeführt. Maryam Haiawi stammt aus Siegen, hat in Freiburg i. Br. Kirchenmusik, Musikwissenschaft und Klavier studiert und danben ein künstlerisches Aufbaustudium im Fach Orgel in Rotterdam absolviert. Seit 2017 ist Frau Haiawi wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin an der Universität Hamburg. Wir freuen uns, dass sie bei uns ist.

#Willkommen #Kirchenmusik #Orgel #Sttrinitatis #Kantorin #Musik


Konfirmandin Mimi Jess erstellte eine Collage mit dem Titel "Glaube ist Vertrauen. Sünde ist Mißtrauen."

#Konfirmation #Gedanken #Collage #Glaubeliebehoffnung


Das heilige Abendmahl: Näher kann man Jesus Christus nicht sein.

#Abendmahl #Jesus #Kirche #Konfirmation


Konfirmandin Mimi Jess zeichnet unserer Kirche.

#Sttrinitatis #zeichnen  #glaubeliebehoffnung


Mit Kartoffelernte, Kartoffeldruck und Stockbrot feierten die Kinder unserer Gemeinde am vergangenen Samstag zusammen mit ihren Eltern das Kartoffelfest. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!

#Fest #Kartoffeln #Abendbrot #Ernte #Freude #teilen #Selbermachen


Kochen und Essen nach der Jahreszeit: Mittwoch 4. Sept. 2019

 Die Türkische Erbse war   d i e   Bohne in Hamburg und Umgebung. Sie ist leider kaum noch zu finden. Dabei schmeckt gerade diese Bohnensorte besonders gut nach Bohne, also echt lecker. Gelegenheit zum Probieren gibt’s am 4. 9. in unserem Gemeindesaal von 18 – 21 Uhr.

Damit die Menge stimmt u. f. weitere Infos, bitte anmelden bis zum 30. 8. 12 Uhr im Gemeindebüro unter 389 42 52 oder bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 #Zusammen #Kochen #Spass #Glaube #Diskussion #Lernen #Austausch #Rezept #Jahreszeit #Gemeinschaft


Beim Kleinen Kartoffelfest am 14. September um 16.30 Uhr werden wir wieder unsere selbst gepflanzten Kartoffeln ernten und gemeinsam im Feuer backen. Wir freuen uns auf große und kleine Abendbrot-Gäste!

#Fest #Kartoffeln #Abendbrot #Ernte #Freude #teilen


Gott wird Mensch. Im Kind in der Krippe, aber auch in dir und mir. Das feiern wir an Weihnachten. Ohne Maria ist diese besondere Geschichte nicht erzählbar. Der Weg Gottes zu den Menschen ist verbunden mit dem Weg und dem JA dieser jungen Frau aus Nazareth in Galiläa.

Jede*r begibt sich mit diesen Themen auf seinen/ihren ganz persönlichen Übungsweg durch die vier Wochen. Zur Anleitung und Unterstützung dient das Buch „Nur durch ein Ja - Unterwegs mit Maria” vom Gemeindedienst der Nordkirche.

Einmal in der Woche treffen wir uns als Gruppe und erhalten Impulse für das eigene Üben der kommenden Woche. Die verbindliche Teilnahme an allen Abenden ist Voraussetzung; die Reihe kann nur als Ganzes besucht werden.
Termine: 20.11. / 27.11. / 4.12. / 11.12. / 18.12. 2019, mittwochs jeweils von 19 bis 20.30 Uhr
Hauptkirche St. Trinitatis, Gemeindehaus,

Referent*in: Frank Puckelwald, Pastor im Gemeindedienst der Nordkirche und Ute Zeißler, Diakonin in der Fachstelle ÄlterWerden im Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein
Infos: Ute Zeißler, 040 558 220 155, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Kosten: 15 € für die Broschüre des Gemeindedienstes und Getränke
Anmeldung: bis zum 14. November 2019 bei Ulrike Dorner, 040 558 220 151, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
16 Teilnehmer*innen


Seit August haben wir drei jungen Menschen in unserer Gemeinde, die den Konfirmationsunterricht besuchen. Pastor Torsten Morche hat sie gebeten, für die Bibel eine Hülle zu gestalten, damit sie immer erhalten bleibt.


#Glaube #Liebe #Hoffnung #RaumfürFragen #Konfi #Kirche #Gemeinschaft #Gemeinde


Für das Frühstück am 10.8. habe die Kinder vom Kinderfrühstück sich Früchte von den Hochbeeten geerntet, die sie im Frühjahr selbst gesät und angepflanzt haben.

#Kinder #Ernte #Hochbeet #GlaubeLiebeHoffnung #Kartoffelfest #Freude #Zusammen #Pflanzen


Unsere Kirche ist geöffnet: Montag bis Freitag und oft auch Samstag von 10:00 bis 17:00 Uhr sowie Sonntag für die Evangelische Messe von 10:00 bis 12:00 Uhr. Herzlich Willkommen.

 

#offeneKirche #Raum #Kirche #Nordkirche #Glaube #Liebe #Hoffnung #Ruhe


In der Familienkirche bereiten wir nach festem Ablauf Gott einen Platz unter uns, sprechen einen Psalm, singen Lieder, legen Steine ab, zünden Kerzen an und gehen einer biblichen Geschichte auf den Grund. Wir freuen uns auf kleine und grosse BesucherInnen jeden Alters an jedem letzten Sonntag des Monats um 11:30 Uhr.

 

#Familienkirche #Glaubeliebehoffnung #Gott #Geschichten #Freude #Gemeinde


"... und brannte ihm nicht das Herz?". Als zwei Freunde von Jesus zu Ostern dem Auferstanden begegnen, spüren sie ein Feuer in sich, das sich später noch einmal bemerkbar macht: Als das Brennen des heiligen Geistes am Pfingsttag. Gemeinsam mit der ökomenischen Gemeinschaft in Altona feiern wir am Pfingstmontag um 11 Uhr ökomenischen Gottesdienst.

#Oekomene #Glaubeliebehoffnung #Pfingsten #Altona
Foto: Walter Jungbauer


Auch Mitglieder unserer Gemeinde und ihre Familien feierten am Pfingstsamstag Taufen am Elbstrand gefeiert. Die Taufen finden direkt am Elbufer statt. Auf der Bühne fand der Tauf-Gottesdienst mit Musik und einer Ansprache von Bischöfin Kirsten Fehrs statt.

Ein Video von dem ereignisreichen Tag wurde von Kirche in Hamburg geteilt. 

 

#Moinwelt #Elbtauffest #KircheinHamburg #Elbe #Taufe #Glueck


In der Evangelischen Messe am 12. Mai, dem Vorabend des 80. Jahrestages, an dem die St. Louis zu ihrer Odyssee von Hamburg aus ablegte, gestalteten Seemannspastor Matthias Ristau und Pastor Torsten Morche in der Hauptkirche St. Trinitatis Altona einen Gedenkgottesdienst für Kapitän Gustav Schröder. Anschließend nahmen viele Menschen an der Einweihung des Ankers teil, der am südlichen Ende des Geländes zwischen Fischmarkt und Hauptkirche an die Namensgebung zum Kapitän-Schröder-Park erinnert. Mit dabei waren der stellv. Bezirksamtsleiter Kersten Albers, der Großneffe von Schröder, Herr Glaevecke und seine Frau sowie die Mitinitiatoren Wolfgang Vacano vom Altonaer Stadtarchiv und das Ehepaar Rosin.


Unsere muslimischen Nachbarn von der Moschee am Nobistor haben uns ihre Anteilnahme ausgesprochen für die ermordeten Christen vom Ostersonntag in Sri Lanka. Sie kamen vor unserer Evangelischen Messe am Sonntagmorgen, 28.4. in die Hauptkirche und haben allen Besucher*innen Blumen überreicht und Worte des Bedauerns gesprochen. Diese Geste hat uns überrascht und berührt.

 

#Sttrinitatis #Blumen #Srilanka #glaubeliebehoffnung


Die Posaunen blasen auf dem Vorplatz unserer Kirche.

 

#Sttrinitatis #Posaunen #Fischmarkt #Digitalekirche #Hamburg #EvangelischeMesse #Sonntag


Der Blick auf die Hauptkirche Altona am Fischmarkt von oben.

 

#Sttrinitatis #vonoben #Fischmarkt #Digitalekirche  #Kirchenmusik #glaubeliebehoffnung #evangelisch


Am 1. März verabschiedete sich Kirchenmusiker Hanno Scheifner mit einem Konzert von der Hauptkirchengemeinde und vielen Freund*innen und Wegbeleiter*innen. Pastor Torsten Morche übergab ihm bei dieser Gelegenheit einen Korb voll Hamburg zum Essen und Trinken zur langsamen Entwöhnung vom Ort vieler Jahre des Wirkens.
Mitgewirkt haben der Heinrich-Schütz-Chor, Oksana Lubova (Sopran), Cornelia Schünemann (Saxophon) und  Andreasgärtner (Orgel).

Foto: Michael Borkowski

 

#Sttrinitatis #Orgel #Konzert #Fischmarkt #Digitalekirche #Abschied #Kirchenmusik #glaubeliebehoffnung #evangelisch


Am 24. Februar lud Bischöfin Kirsten Fehrs (Mitte) zum Ordinationsgottesdienst von sechs neuen Pastorinnen und Pastoren in die Hauptkirche St. Trinitatis Altona ein.

#Sttrinitatis #Nordkirche #evangelisch #glaubeliebehoffnung #kircheimnorden #Gottesdienst #Fehrs #Digitalekirche #Fischmarkt


Mit einem besonderen Orgel-Gottesdienst verschiedet sich unser Kantor Hanno Schiefner (mitte) offiziell von der Gemeinde. Begleitet wurde er vom Posaunenchor der Hauptkirche St. Trinitatis Altona unter der Leitung von Doris Möller (links) und Solistin Oksana Lubova (rechts).


#Sttrinitatis #Fischmarkt #Digitalekirche #Orgel #Hamburg #EvangelischeMesse #Sonntag #Posaunen


Gemeindemitglied Astrid Matthiae hat das Mitmach-Büffet "Kochen nach Jahreszeiten" ins Leben gerufen: In der Gemeindeküche wird regelmässig, jeweils an einem Mittwoch Abend von 18 bis 21 Uhr gemeinsam geschnippelt, gekocht und gegesssen. Gemeinsam wird das Lebensmittel des folgenden Abends festgelegt. Im Januar wurde mit Gründkohl gekocht und Geschichten & Traditionen rund um den Grünkohl ausgetauscht. Eintritt: Mitgebrachte Speisen. Kontakt: Gemeindebüro St. Trinitatis Altona. Anmeldeschluss für das Weißkohl Essen: 18.2.2019. Nächste Termine: 27.2.2019 / 8.5.2019.


Grosses #Hansebarcamp der #Nordkirche am 9.2.2019 in Hamburg:  Tolle Veranstaltung, klasse Organisation, reger Austausch und riesige Themenvielfalt. Wir sind begeistert! Sehr informative Keynote von Journalist & Blogger martinfehrensen.de


Existenzieller Bedrohung gemeinsam begegnen. Mit diesem seelsorgerlichen Angebot geben wir in Zusammenarbeit mit der Elb Diakonie den Themen Raum, die Sie beschäftigen. Das Ziel: Sie als TeilnehmerInnen entdecken gemeinsam, was hilfreich sein kann, um Entlastung zu erfahren und Sinn zu finden. Sprechen Sie bitte Elke Lütgenau-Hawae an. Ein Vorgespräch ist Voraussetzung zur Teilnahme. Telefon (040) 43 18 54-16.


Wer zu uns kommt und den Blick nach unten wendet, findet  Eckpunkte unserer Geschichte. Im Kirchenvorraum liegt ein Flyer mit weiteren Informationen rund die Hauptkirche St. Trinititas Altona, der kostenlos mitgenommen werden kann.


Unser Kantor Hanno Schiefner (links) musizierte gemeinsam mit Miki Sawai, Sopran (mitte) und Kanae Abe, Querflöte (rechts) in der evangelischen Messe. Das Trio begeisterte die ZuhörerInnen mit Stücken von Telemann, Bach und Adam.


Wir schmücken zusammen den Tannenbaum in der Hauptkirche St. Trinitatis Altona.


In der Ruhe und Weite unserer Kirche inmitten des Vorweihnachtstrubels kurz innehalten.


In ihrer berührenden Predigt nimmt uns Bischöfin Kirstin Fehrs mit auf eine Reise durch die bewegende Geschichte der Hauptkirche St. Trinitatis.

 


Für die wunderbaren, persönlichen, berührenden und herzlichen Grussworte zu unserem Jubiläum von Bezirksamtsleiterin Frau Dr. Melzer; Propst Frie Bräsen; Hans-Peter Strenge, Synodenpräsident a.D.; Pastor Dr. Ottfried Jordan; Pastorin Vicky Popp Fredslund von der dänischen Kirche; Seemannspastor Matthias Ristau; Vertretern aus den Nachbargemeinden St. Pauli & Ottensen; Adem Bora, Vorsitzender der Moscheegemeinde Nobistor; Kirchenmusiker Werner Kaufmann; Pfarrer Walter Jungbauer, alt-katholische Gemeinde und Sören Platten, Distriktsvorsitzender der SPD Altona-Altstadt.

 


Unsere 3-tägigen Jubiläumsfeierlichkeiten machen Oksana Lubova & die Altonaer Kantorei, Doris Möller & der Posaunenchor St. Trinitatis und Kirchenmusiker Hanno Schiefner mit einem abwechslungsreichen & anspruchsvollen Musikprogramm unvergesslich: Angefangen mit der Musikalischen Vesper, über die Chor- und Posaunenchor Konzerte, der Orgelimprovisation mit Live-Malerei von Pavel Ehrlich, dem Abendliedersingen, der Musikalischen Gestaltung der Festmesse bishin zur Abschlussveranstaltung, dem Singalong.

 


Schülerinnen und Schüler des Struensee Gymnasiums begeistern mit ihrem Konzert in der Hauptkirche St. Trinitatis die Festgemeinde.


Gemeinsam Singen beim Singalong am 1. Advent um 17:00 Uhr: Tickets an der Abendkasse.


Wir freuen uns, dass unser Signet zum 275-jährigen Jubiläum mit dem Award of Excellence ausgezeichnet wurde. Das Signet zeigt das Jubiläumsjahr, gekrönt von der Wetterfahne des charakteristischen Turms von St. Trinitatis. Die Farbigkeit nimmt dabei das Kupfergrün des Turmhelms auf und kombiniert es mit dunklem Rot, charakteristisch für die Einrichtung der nach dem 2. Weltkrieg aus den Trümmern wiedererstandenen Hauptkirche.

Urheber: Olaf Welling; seit 1999 selbstständiger Grafik-Designer in Hamburg.

 


Familien aufgepasst: Zum 275. Jubiläum steht das Kirschkern Compes Team bei uns auf der Bühne!


Komm wir wollen Laterne laufen… von St. Petri nach St. Trinitatis laufen Klein & Gross und werden dort mit Kakao und Hörnchen erwartet.


Kartoffelfest für Gross & Klein in St. Trinitatis Altona - und zum Nachtisch gibt es Marshmellos, der Pastor spielt Gitarre und alle singen laut mit.


Rasmus Gerlach teilt mit uns einen besonderen Augenblick, den er heute über St. Trinitatis festgehalten hat.


Auf einen Blick: Alle Termine in der Gemeinde sind auch in den Schaukästen an der Kirche und neben dem Gemeindebüro zu finden.


Vorbereitung zum Erntedankfest in St. Trinitatis: Nach dem Gottesdienst kommen wir zusammen. Wer will, bringt etwas mit.


Einfach immer wieder schön! Die Hauptkirche Altona im Sommeruntergang von der Bushaltestelle Fischmarkt.


Startschuss für DAS Festival in unserer Nachbarschaft: Die Altonale 2018 beginnt - viel Spass!


Hurra, gutes Wetter im Wohlerspark zum ökomenischen Pfingstgottesdienst mit dem Posaunenchor!


Ein Freudentag in der Gemeinde: Torsten Morche wird von Probst Bräsen als Pastor der Hauptkirche St. Trinitatis eingesegnet.


Wir bereiten den Weltgebetstag vor: Die Dekoration wird von den Kindern des offenen Eltern-Kind-Cafés mit vielen Ideen gebastelt.


Unser Tannenbaum wird von vielen kleinen und grossen Händen geschmückt. Und anschliessend trinken wir Punsch und essen Lebkuchen, hmmm!


Die Ausschreibung des Architekten Wettbewerbs ist entschieden: Architekturbüro KBNK Architekten mit Landschafts.Architektur Birgit Hammer erhält 1. Preis.


Wir sagen Danke und feiern Erntedankgottesdienst mit bunten Gaben.


Eine neue Lebensgeschichte mit Gott beginnt. Wir freuen uns über eine Taufe in St. Trinitatis!