Von Torsten Morche auf Freitag, 03. Juni 2022
Kategorie: Der Pastor bloggt

Kriegerherzen

​Unterhalb des leidenschaftlichen Bekenntnisses zum Sieg machen wir Deutschen es nicht. Das Bekenntnis zu mehr Waffen und mehr Krieg reicht da nicht. Du musst aussprechen, was in Deutschland immer noch irgendwie nach „Endsieg" klingt.

Kriegerherzen

​Unterhalb des leidenschaftlichen Bekenntnisses zum Sieg machen wir Deutschen es nicht. Das Bekenntnis zu mehr Waffen und mehr Krieg reicht da nicht. Du musst aussprechen, was in Deutschland immer noch irgendwie nach „Endsieg" klingt. Die Grüne Baerbock hat es endlich getan und ein bekenntnisheischender Journalist im öffentlich-rechtlichen Rundfunk sagt: „Siehste, geht doch!" Da ist mir der leidenschaftsbefreite Scholz wieder mal fast sympathisch. Glaubensgeschwister auf dem Kirchentag in Stuttgart, die auf einer Friedensdemonstration mit schweren Waffen Frieden schaffen wollen, sind es nicht. Denn für uns Christen kann m. E. nicht der Sieg das Ziel sein, sondern nur der Frieden. Gegen die Gewöhnung an die sich wieder ausbreitende militärische Denk- und Sprechweise lasse ich mir gern sagen: „Lass ab vom Bösen und tue Gutes; suche Frieden und jage ihm nach!" (Psalm 34, 15 und 1. Petrus 3, 11 – offenbar muss das zweimal gesagt werden, damit unsere Kriegerherzen es einmal verstehen.)

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