Jugendliche Expert*innen

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Jugendliche Expert*innen

Die coronabedingten Einschränkungen, zu Neudeutsch „der Lockdown", werden wohl noch eine Weile gelten. Problematisch ist vor allem die Frage nach Öffnungsweisen und Unterrichtsformen an den Schulen, wie es heißt. Im Radio hörte ich gestern, dass nach einer Umfrage Schüler*innen sich wünschen, in diese Entscheidungen stärker mit einbezogen zu werden, was offenbar nicht passiert, obgleich diese Personengruppe die höchste Expertise darüber besitzt, was im konkreten Fall und am konkreten Ort wirklich funktionieren kann und was nicht. Einen anderen Eindruck vermitteln lediglich in Erwachsenenmedien geschürte Vorurteile, die aus erschreckenden Einzelfällen auf massive Renitenz in dieser Altersgruppe schließen. Fundierte Erhebungen lassen jedoch erkennen, dass bei der übergroßen Mehrheit der Kinder und Jugendlichen ein hohes Verantwortungsbewusstsein entwickelt ist. Das deckt sich mit der biblischen Beobachtung an Jesus, der schon als 12jähriger zum Erschrecken seiner Eltern und Lehrer wusste, was gut für Ihn ist (Lukas 2, 41ff.) und in Freiheit Verantwortung übernahm - einsichtig in das, was auch für andere, insbesondere Seine Eltern gut ist. Denn nachdem diese Ihn nach dessen Alleingang zum Jerusalemer Tempel dort fanden, „… ging [er] mit ihnen hinab und kam nach Nazareth und war ihnen gehorsam." (Lukas 2, 51) Auch wenn ich in meinem Alter heute, wie Maria und Josef damals, nicht immer verstehe, was junge Menschen um die 12 Jahre so tun und sagen, bin ich doch von der Einsichtsfähigkeit dieser Expert*innen überzeugt.

 

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Freitag, 18. Juni 2021
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